Die Aufgabe: Entwickle einen Reiseführer für Irland. Auch hier waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Es war schwierig den Gewinner zu küren, haben wir doch auch hier viele fantastische Beiträge erhalten. Es kann aber eben nur einen geben, in diesem Fall eine: Lena Diedrich ist die glückliche Gewinnerin!
„Ich dachte oft daran, wie es wohl sein würde, für eine gewisse Zeit in einem anderem Land zu leben, viel neues zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen, selbst zu erfahren, wie sie leben und vor allem den ganzen Tag eigentlich eine andere Sprache zu sprechen. Der Gedanke daran brachte mich alleine schon zum Lächeln und so sagte ich mir, Du wirst nicht aufgeben, sondern um Deinen Traum kämpfen.
Nach Weihnachten bekam ich eine E-Mail von EF, worin stand, dass noch freie Plätze für die USA frei sind. Ich muss zugeben, sie hat mich nicht sonderlich interessiert, da für mich schon feststand, ich möchte gerne nach Irland. Trotzdem schaute ich sie mir an, hab auf einen Link geklickt und schon nach kurzer Zeit kam ich auf die Seite, ich weiß noch genau, dass sie grün war und als Überschrift stand: Teilstipendium für Irland Ich kann gar nicht so richtig dieses Gefühl beschreiben, welches ich in diesem Moment bekam. Es fühlte sich so gut an, ich sah dies als neue Chance an, meinem Traum doch noch erfüllen zu können. Am liebsten wollte ich sofort eine Bewerbung abschicken, aber ich konnte mich noch halten und erst mal mit meinen Eltern darüber sprechen. Ich hatte Angst, was sie davon halten würden, oder dass sie es nicht mehr wollten und mich nicht unterstützen. Meine Angst war unbegründet, denn sie waren fast so begeistert wie ich. Ich weiß noch genau, dass meine Mama zu mir sagte, ich solle es einfach probieren, denn es gab nichts zu verlieren. Also begann ich mit der Bewerbung, da ich auch nicht mehr viel Zeit hatte. In sechs Wochen sollte der Beitrag für das Stipendium schon abgeschickt sein und ich war gerade erst am Anfang.
Es dauerte nicht lange, da wurde ich schon zum Vorstellungsgespräch eingeladen, welches nicht so schlimm war, wie ich mir vorgestellt hatte. Nun war nur noch die Frage offen, ob ich aufgenommen werde oder nicht. Obwohl dies noch nicht feststand machte ich mir schon ein bisschen Gedanken, was ich denn als Stipendienbeitrag machen könnte. Als der Brief kam, dass mein Gespräch gut war und ich zugelassen wurde, begann ich sofort Ideen zu sammeln. Wie mache ich am besten einen Reiseführer für Irland?
Ich wollte mich inspirieren lassen, also hab ich mir Beiträge von anderen Stipendium Gewinner durchgelesen, bin einfach mal Spazieren gegangen, hab Musik gehört und nebenbei auf einen Stück Papier meine Ideen gesammelt. Als ich mit meinen Geschwistern Monopoly gespielt habe, kam mir die Idee, Irland spielerisch darzustellen. Ich fand, dass ist auch etwas für jüngere Leute, denn ich persönlich fand es in diesem Moment interessanter Irland mit einem Spiel kennenzulernen, als nur in Büchern darüber zu lesen. Trotzdem liebe ich es in meinem Buch über Irland zu blättern und als ich mir diese angeguckt habe, kam ich zum Beispiel auf die Idee ein Memory zu basteln. Ich hab auch nicht lange gebraucht, um zu wissen, was ich noch für Spiele machen möchte. Also nutzte ich ab sofort meine freie Zeit und bastelte ein Memory, ein Monopoly und ein selbsterfundenes Brettspiel um daraus eine Spielekiste zu machen. Natürlich durften Spielanleitungen nicht fehlen. Als denn alles fertig war, hab ich es zur Post gebracht und dann fing das Warten an…
Irgendwann fand ich es komisch, dass mich hat immer eine ‚komische‘, mir nicht bekannte Nummer angerufen hat. Ich mir nicht erklären konnte, wer das sein sollte. Am Montag, den 26.03.2012 machte ich nach einer Klausur mein Handy wieder an und da war schon wieder so ein Anruf. Und als ich dann mittags zu Hause war, gab mir meine Mutter das Telefon und sagte mir: Ruf mal bitte bei EF an. Irgendwie hatte ich da schon so ein komisches Gefühl und am Telefon bekam ich dann gesagt, sie versuchen mich schon paar Tage lang zu erreichen! Jetzt wusste ich, wer mich angerufen hat.
Aber schließlich wollten sie mit mir sprechen, mir wurde gesagt, dass Ihnen mein Beitrag so gut gefallen hat – und ich hatte das Stipendium gewonnen! Ich konnte am Telefon nichts mehr sagen, ich war einfach nur Baff. Ich konnte mein Glück einfach nicht fassen, ich war dazu nicht in der Lage. Nur langsam konnte ich vor Freude quietschen; als ich dann aufgelegt hatte, musste ich erstmal schreien! Ich war so glücklich, obwohl ich es nicht glauben konnte. Denn ich habe nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet ich es schaffen würde. Meine Familie war richtig Stolz auf mich und so konnten wir nun endlich Papas Geburtstag feiern und ich fand, der Kuchen hat doppelt so gut geschmeckt.
Vielen Dank EF, ich freue mich jetzt schon riesig auf Irland ♥“
Lena Diedrich