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ÜBER DEN INDEX

METHODIK

Der EF English Proficiency Index wird in zunehmendem Maße von Journalisten und Pädagogen, Amtsträgern und Führungskräften zitiert. EF freut sich, zur laufenden weltweiten Diskussion über den Englischunterricht beitragen zu können.

Um den EF EPI effektiv nutzen zu können, müssen Leser die dahinterstehende Methodik verstehen. Der EF EPI wird jedes Jahr auf der Grundlage einer Reihe von Englischtests erstellt, die im vorhergehenden Kalenderjahr von hunderttausenden Erwachsenen auf der ganzen Welt absolviert werden. Die Daten für die vorliegende sechste Ausgabe wurden auf der Basis der Ergebnisse von 950.000 Testteilnehmern berechnet, die im Jahr 2015 an drei unterschiedlichen EF-Englischtests teilgenommen haben.

DIE TESTS

Zwei Tests sind für alle Internetnutzer kostenlos verfügbar. Bei dem dritten Test handelt es sich um eine Online- Einstufungsprüfung, die von EF im Rahmen der Registrierung für Englischkurse verwendet wird. Alle drei Tests beinhalten Abschnitte zum Lese- und Hörverständnis.

Die offenen Online-Tests sind adaptive Prüfungen mit 30 Fragen, was bedeutet, dass der Schwierigkeitsgrad der Fragen bei jedem Testteilnehmer auf der Grundlage seiner vorausgehenden korrekten und falschen Antworten individuell angepasst wird. Es wurde eine Analyse von 47.600 Testteilnehmern durchgeführt, die mehrere Versionen dieser adaptiven Prüfungen absolviert haben, um eine einheitliche und kohärente Methode zur übergreifenden Bewertung zu etablieren. Die nicht adaptive Einstufungsprüfung umfasst 70 Fragen. Sämtliche Testergebnisse wurden mit den EF-Kursstufen abgeglichen. Die Testanordnung ist insofern bei allen Tests identisch und die Prüfung wird von den Testteilnehmern auf dem Computer abgelegt.

TESTTEILNEHMER

Obwohl die Stichprobe von Testteilnehmern für den EF English Proficiency Index hauptsächlich Teilnehmer umfasst, die daran interessiert sind, die Sprache aktiv zu erlernen, ist sie hinsichtlich der Anzahl an männlichen und weiblichen Teilnehmern ausgewogen und repräsentiert erwachsene Sprachschüler aus einem breiten Altersspektrum. Die weiblichen Teilnehmer stellten einen Anteil von 46,3 % und das Durchschnittsalter der erwachsenen Teilnehmer lag bei 28 Jahren. 98,9 % der erwachsenen Teilnehmer waren jünger als 60. Die männlichen Teilnehmer waren tendenziell etwas älter, wobei das Durchschnittsalter zwei Jahre über dem der weiblichen Teilnehmer lag. Da die Teilnehmer aufgrund ihres Interesses daran, Englischzu lernen, dazu motiviert waren, sich der Prüfung zu unterziehen, setzt sich die Stichprobe vornehmlich aus Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter zusammen mit einem Tendenz in Richtung Studenten und Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn.

Nur Länder mit mindestens 400 Testteilnehmern wurden in den Index aufgenommen, doch in den meisten Fällen war die Anzahl der Testteilnehmer größer. Insgesamt wurden 72 Länder und Gebiete aufgenommen.

Wir sind uns bewusst, dass die Bevölkerung, die in diesem Index repräsentiert wird, aufgrund der Selbstauswahl nicht zwingend den Kenntnisstand des jeweiligen Landes als Ganzes widerspiegelt. Nur wer Englisch lernen oder seine Englischkenntnisse einschätzen möchte, wird an einem der Tests teilnehmen. Dies kann zu einer Verzerrung der Punktzahlen führen, so dass diese unter oder über jenen der Gesamtbevölkerung liegen können. Da weder Zertifikate vergeben werden noch die Zulassung zu einem Studienprogramm auf dem Spiel steht, bietet sich für die Testteilnehmer kein Anreiz, die Punktzahl durch Betrug oder Lernen künstlich zu beeinflussen.

Die Tests stehen kostenlos online zur Verfügung, so dass jeder mit einer Internetverbindung daran teilnehmen kann. Fast alle Testteilnehmer sind berufstätige Erwachsene oder junge Erwachsene, die gerade ihr Studium abschließen. Zudem sind Menschen ohne Internetzugang von vornherein ausgeschlossen. In Ländern mit geringer Internetnutzung sind die Auswirkungen dieses Ausschlusses voraussichtlich am größten. Diese Stichprobenverzerrung führt durch den Ausschluss von ärmeren, weniger gebildeten und unterprivilegierten Gruppen tendenziell zu höheren Ergebnissen. Dennoch haben sich die Open-Access-Verfahren von Internettests hinsichtlich der Erhebung von großen Mengen an Daten über die Entwicklung der Englischkenntnisse innerhalb der globalen Arbeitnehmerschaft als effektiv erwiesen.

ERGEBNISERMITTLUNG

Um den EF EPI-Wert eines Landes zu berechnen, wurde jedes Testergebnis abhängig von der Gesamtanzahl der korrekt beantworteten Fragen in diesem Test auf einen prozentualen Wert normiert. Aus allen Ergebnissen eines Landes wurde anschließend der Durchschnitt der drei Tests ermittelt, wobei alle Tests gleich gewichtet wurden. Die regionalen und globalen Durchschnittswerte werden nach den Bevölkerungszahlen des jeweiligen Landes und innerhalb jeder Region gewichtet.

Jedes Land wird aufgrund seines EF EPIWertes einer Kompetenzstufe zugeordnet. Diese Kompetenzstufen erlauben einen Vergleich von Ländern mit ähnlichen Sprachniveaus sowie innerhalb und zwischen den einzelnen Regionen. Die Kompetenzstufen stehen in Einklang mit den Vorgaben des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) und den EF-Kursstufen. Die Stufe „Sehr gute Kenntnisse“ entspricht der GER-Stufe B2. Die Stufen „Gute Kenntnisse“, „Mittlere Kenntnisse“ und „Geringe Kenntnisse“ entsprechen der GER-Stufe B1, wobei jede davon mit einer EFKursstufe gleichzusetzen ist. Die Stufe „Sehr geringe Kenntnisse“ entspricht der GER-Stufe A2. Nähere Informationen zu den spezifischen Kenntnissen und Fertigkeiten, über die Englischsprecher auf den einzelnen Stufen verfügen, finden Sie auf Seite 9 und 40.

WEITERE DATENQUELLEN

Der EF EPI wird auf der Grundlage eines Prozesses erstellt, der sich grundsätzlich von den Verfahren unterscheidet, die von öffentlichen Meinungsforschungsorganisationen wie z. B. Euromonitor und Gallup oder von der OECD im Rahmen von Leistungsstudien wie PISA und PIAAC eingesetzt werden. Zur Zusammenstellung einer Studienpopulation werden die Teilnehmer dieser Studien nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau, Einkommen und anderen Faktoren ausgewählt. Diese Studienpopulationen sind normalerweise klein und umfassen je Land höchstens einige Tausend Teilnehmer, da sie jedoch mithilfe komplexer Stichprobenverfahren zusammengestellt wurden, werden sie als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung betrachtet.

Eine weitere Datenquelle zur englischen Sprachkompetenz sind die nationalen Bildungssysteme. Viele Länder bewerten die Englischkenntnisse jedes Oberschülers im Rahmen einer standardisierten nationalen Prüfung. Die Ergebnisse dieser Prüfung werden teils öffentlich zugänglich gemacht und teils nicht, doch Pädagogen und Regierungsmitarbeiter verwenden die Daten, um die Effizienz von Bildungsreformen zu beurteilen und verbesserungsbedürftige Bereiche zu identifizieren.

Unglücklicherweise lassen sich diese nationalen Bewertungen nicht miteinander vergleichen und sie sind nicht auf Erwachsene ausgerichtet. Sie vermitteln zwar einen guten Eindruck von den Englischkenntnissen unter Oberschülern in einem einzelnen Land im zeitlichen Verlauf, allerdings ist es nicht möglich, auf ihrer Grundlage Schüler aus mehreren Ländern miteinander zu vergleichen. Sie ermöglichen auch keine Aussage über die Englischkenntnisse unter Erwachsenen.

Der EF EPI soll in keinster Weise in Konkurrenz oder im Widerspruch zu nationalen Testergebnissen, Daten aus sprachbezogenen Befragungen oder sonstigen Datenbeständen stehen. Stattdessen ergänzen sich diese Datenbestände gegenseitig. Einige davon sind granular, aber in Hinsicht auf eine einzelne Altersgruppe, ein einzelnes Land oder das Profil der Testteilnehmer eingeschränkt. Der EF EPI ist breit angelegt und untersucht Erwachsene im erwerbsfähigen Alter rund um den Globus auf der Grundlage eines einheitlichen Bewertungsverfahrens. Es existiert kein Datenbestand von vergleichbarer Größe und vergleichbarem Umfang. Trotz seiner Einschränkungen sind wir und viele andere der Ansicht, dass er als wertvoller Referenzpunkt im Rahmen der globalen Diskussion über den Englischunterricht dienen kann.

ZUGEHÖRIGE EF EPI-REPORTS

Die EF EPI-Studienreihe umfasst drei separate Reports: den vorliegenden EF EPI-Hauptreport, der die Englischkenntnisse unter Erwachsenen betrachtet, den EF EPI für Unternehmen (EF EPI-c), der sich mit den Englischkenntnissen von Arbeitskräften befasst, und den EF EPI für Schulen (EF EPI-s), in dem die Englischkenntnisse von Oberschülern und Studierenden an Universitäten auf der ganzen Welt analysiert werden. In diesem Jahr veröffentlichen wir die sechste Ausgabe des EF EPI und die dritte Ausgabe des EF EPI-c. Die erste Ausgabe des EF EPI-s wurde im Jahr 2015 veröffentlicht. Alle Reports stehen unter www.ef.com/epi zum Download zur Verfügung.

EF Education First

EF Education First (www.ef.com) ist ein internationales Bildungsunternehmen, das sich auf Sprachen, Bildung und kulturelle Erfahrungen konzentriert. EF wurde 1965 mit der Mission gegründet, die Welt durch Bildung zu öffnen. EF hat 500 Schulen und Büros in mehr als 50 Ländern, ist der offizielle Sprachtrainingspartner für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro und hatte diese Rolle bereits für die Winterspiele 2014 in Sotschi und die Sommerspiele 2008 in Peking inne. Der EF English Proficiency Index (www.ef.com/epi) wird von EF Learning Labs veröffentlicht, einem Geschäftsbereich von EF Education First.

Weitere EF EPI Reports

EF EPI-s

EF English Proficiency Index for Schools

Der EF English Proficiency Index für Schulen (EF EPI-s) ist eine Studie, die sich mit dem Erwerb von Englischkenntnissen bei Schülern der Mittel- und Oberstufe befasst.

EF EPI-c

EF English Proficiency Index for Companies 2016

Der EF English Proficiency Index for Companies (EF EPI-c) bewertet die Englischkenntnisse von Erwerbstätigen aus aller Welt.

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