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Die 12 besten Weihnachtsbräuche weltweit

Die 12 besten Weihnachtsbräuche weltweit

Es gibt vieles, was man an Weihnachten lieben kann – das Essen, Familie und Freunde sowie noch vieles mehr. Was die Weihnachtszeit noch bezaubernder macht, ist die Tatsache, dass auf der ganzen Welt Länder ihre eigenen Weihnachtstraditionen entwickelt haben. Um diese zu feiern und dir etwas näher zu bringen, haben wir hier eine Liste mit den 12 besten Weihnachtsbräuchen weltweit für dich zusammengestellt. Vielleicht sind ja auch ein paar Weihnachtstraditionen dabei, die du in Zukunft verwenden wirst!

1: Hühnchen in Japan

An den Weihnachtstagen geht es oft um das Essen und in Japan verbindet man das mit drei Buchstaben: KFC. Die Leute laufen in Scharen in die amerikanische Fast-Food-Kette KFC, um – ich bitte um Trommelwirbel – “Kurisumasu ni wa kentakkii!” auch bekannt als “Kentucky zu Weihnachten!” zu essen. Die Tradition “(gebratenes) Weihnachtshühnchen” zu verspeisen, geht auf eine Werbekampagne aus dem Jahre 1974 zurück – und bis zu diesem Tag verzeichnet KFC die höchsten Umsatzzahlen des Jahres an Heiligabend.

2: Lotto in Spanien

Seit dem späten 19. Jahrhundert gibt die spanische Nationallotterie die größte Geldsumme des Jahres aus: genannt “El Gordo” oder “Der Fette.” Das Ganze ist zu einem großen öffentlichen Ereignis geworden, welches für gewöhnlich am 22. Dezember stattfindet. Die Leute treffen sich mit Dutzenden an Lotteriescheinen zusammen in der Hoffnung einer der glücklichen Gewinner zu sein. Die Lotteriezahlen werden dabei traditionsgemäß von 22 Schulkindern gesungen und das ganze Land steht mehr oder weniger still und hofft auf das beste Weihnachtsgeschenk des Lebens.

3: Holzblock in Spanien

Falls du kein Fan von Weihnachtsbäumen bist, können wir dich vielleicht für einen weihnachtlichen Holzblock interessieren? In vielen Teilen Spaniens werden die Geschenke von Tió de Nadal bzw. dem Weihnachtsbaumstamm gebracht – ein Stück Holz, welches oft mit einem Gesicht und kleinen Beinen versehen wird. Jedoch bringt der Holzstamm der Familie nicht nur Geschenke. Tió de Nadal bekommt nachts auch etwas zu essen und kann sich dann in seine eigene kleine Decke kuscheln. Niedlich, oder? Leider hört es hier mit der Niedlichkeit auch schon auf: An Heiligabend wird der Baumstamm ins Feuer gelegt und dann wird der arme kleine Kerl von der Familie mit Stöcken geschlagen, bis er… ähm… Geschenke und Süßigkeiten kackt. Auch wäre jetzt wahrscheinlich eine gute Zeit, um zu erwähnen, dass Tió de Nadal einen Spitznamen hat: Caga Tió, also schei*ender Baumstamm.

4: Besen & Mopp in Norwegen

In Norwegen bedeutet Weihnachten, dass man seine Wischmopps und Besen versteckt – nicht, weil die Leute nicht sauber machen wollen, sondern weil Norweger etwas abergläubisch sind und böse Geister, welche in dieser Nacht auf die Erde zurückkehren, davon abhalten wollen, die Besen zu stehlen und damit auf eine Spritztour am Weihnachtshimmel zu gehen.

5: Spinnen in der Ukraine

Glaub es oder nicht, es gibt tatsächlich Weihnachtsspinnen. In der Ukraine werden Weihnachtsbäume mit Spinnweben dekoriert – keine Sorge, es sind nur Ornamente, welche wie Spinnweben aussehen und welche Glück bringen sollen. Die Geschichte geht auf eine arme Frau zurück, welche sich keine Ornamente leisten konnte, um ihren Baum damit zu schmücken. Am nächsten Morgen erwachte sie und ihr Baum war mit Spinnweben übersät, welche im Sonnenlicht glitzerten und wunderschön aussahen. In anderen Ländern, wie Polen und Deutschland, sieht man es als ein Glückszeichen an, wenn man ein Spinnennetz am Weihnachtsbaum findet.

6: Kanadas Briefkasten

Ich wette, wir haben alle schon mal einen Brief an den Nikolaus geschrieben – aber wusstest du auch, dass er eine richtige Anschrift hat? Sein Briefkasten befindet sich in Kanada und wenn du ihm bis zum 16. Dezember schreibst – in mehr als 30 Sprachen, inklusive Blindenschrift – dann antwortet er auch. Schicke deinen Brief einfach an Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Canada. Es ist kostenlos und du brauchst keine Briefmarken – da der Niklaus ein toller Kerl ist. Und so toll ist auch die Postleitzahl des Nordpols.

7: Weihnachtsgurke in den USA

Essiggurken sollten deine liebste Weihnachtsdekoration sein, da dies bedeutet, dass du ein zusätzliches Geschenk bekommst: In vielen Ländern ist ein Ornament in der Form einer Essiggurke irgendwo am Weihnachtsbaum versteckt und derjenige, der es findet, bekommt ein Extrageschenk oder hat einfach demnächst sehr viel Glück. Es ist unklar, woher diese Tradition eigentlich kommt, aber ich denke, damit können wir leben – solange wir das zusätzliche Geschenk bekommen.

8: Polens Leitsterne

In einigen Teilen der Welt, wie der Ukraine oder Polen, steht der richtige Zeitpunkt zum Öffnen der Geschenke in den Sternen geschrieben: Das jüngste Kind muss den Abendhimmel beobachten und auf den ersten erscheinenden Stern warten – das ist dann das Zeichen, dass man mit dem Auspacken der Geschenke beginnen kann. (Falls es bewölkt ist, entscheidet anscheinend einfach jemand, wann der Zeitpunkt gekommen ist.)

9: Slowakischer Weihnachtspudding

Pudding – in allen Geschmacksrichtungen und jeglicher Konsistenz – ist eine beliebte Weihnachtsspeise. In der Slowakei und Teilen der Ukraine wärmt Pudding nicht nur das Herz, sondern kann auch die Zukunft vorhersagen: Das älteste männliche Mitglied einer Familie nimmt einen Löffel voll vom Loksa -Pudding und wirft ihn an die Decke. Desto mehr Pudding kleben bleibt, desto mehr Glück wird man haben. So einfach ist das.

10: Donald Duck in Schweden

Eine wichtige schwedische Tradition ist das weihnachtliche “Donald Duck Special”. Diese einstündige Fernsehshow läuft am Heiligabend um 15h und die Feierlichkeiten werden drum herum geplant, damit die Familien die Sendung gemeinsam sehen können.

11: Weihnachtsmonster in Island

Weihnachten, in all seinem feierlichen und ehrwürdigen Glanz, scheint auch die Zeit für Monster zu sein, welche die Kinder daran erinnern, lieb zu sein und sich wenigstens einen Monat im Jahr brav zu verhalten. Eines der überraschenderen Mitglieder dieser “Weihnachtspolizei” ist Jólakötturinn, die isländische Weihnachtskatze. Klingt niedlich, aber genauso wie ein gewisser Baumstamm, ist dies nicht, was es scheint: Jólakötturinn frisst Kinder- um genau zu sein, die Kinder, welche ihre Pflichten nicht erledigt haben und deshalb an Weihnachten keine neue Kleidung bekommen haben. Miauige Weihnachten!

12: Rollschuhlaufen in Venezuela

Die Auszeichnung für das coolste Weihnachtstransportmittel geht an die venezolanische Hauptstadt Caracas: Dort gehen die Leute nicht zur Weihnachtsmesse (Christmette), nein, sie laufen auf Rollschuhen. Teile der Stadt werden gesperrt, sodass jeder wohlbehalten an der Kirche ankommt.

 

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