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8 goldene Regeln für U-Bahn fahren in London

8 goldene Regeln für U-Bahn fahren in London

Auf den ersten Blick scheint die Londoner U-bahn (auf Englisch auch “Tube” genannt) keinerlei Manieren oder freundliche Menschen zu beherbergen, aber alle, die sich in diesen unterirdischen Großstadtdschungel hinab wagen, befolgen eine ganze Reihe ungeschriebener Regeln, die man nicht brechen darf. Ohne diese Regeln würde das zerbrechliche Ökosystem aus hungrigen, gestressten, schläfrigen Pendlern sofort zusammenbrechen. Hier habe ich euch eine Liste der acht besten Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe du dich im ältesten U-Bahnsystem der Welt problemlos zurechtfinden wirst, ohne dich zu blamieren (und dabei sogar noch wie echte Londoner wirkst).

1. INFORMIEE DICH VORAB

Das U-Bahnnetz ist riesig! Jeden Tag benutzen fast fünf Millionen Passagiere die elf Linien und 270 Haltestellen, daher ist es wichtig, vorauszuplanen, um nicht völlig verwirrt und überwältigt herumzustehen, wenn man den ersten U-Bahnhof betritt. Mach dich mit den bunten Linien vertraut und lerne, wohin welche Farbe fährt, schau dir an, welches die kürzeste Verbindung von A nach B ist, und lade dir die Citymapper-App herunter, denn die kennt alle Antworten auf deine Fragen zum öffentlichen Nahverkehr.

2. HALTE DEIN TICKET ODER DIE OYSTER CARD BEREIT

Man muss sich schon auf einige böse Blicke gefasst machen, wenn man die Schlange an der Durchgangssperre aus irgendeinem Grund aufhält. Also achte darauf, dass du ein gültiges Ticket, eine kontaktlose Fahrkarte oder die Oyster Card hast, um sie über den Scanner zu ziehen oder in den Kartenleser zu stecken. Eine solche Karte sollte natürlich auch ausreichend aufgeladen sein, denn es ist alles andere als lustig, wenn man sich zurück durch die missmutige Menge drängen muss, um aufzuladen oder ein neues Ticket zu kaufen.

3. HALTE DICH AN DIE ROLLTREPPEN-REGELN

Nichts nervt die Leute in den U-Bahnhöfen mehr als Pendler, die links auf der Rolltreppe im Weg stehen: Genau wie in Deutschland gilt auch hier der Grundsatz “Rechts stehen – links gehen”. Viele Menschen haben es eilig, also dürft ihr euch nicht wundern, wenn euch jemand sehr deutlich auffordert, aus dem Weg zu gehen, falls ihr auf der linken Seite der Rolltreppe herumsteht.

4. LASS PASSAGIERE AUSSTEIGEN, BEVOR DU EINSTEIGST

Respektiert das Ökosystem – es handelt sich um ein fragiles Gleichgewicht! Versuche nie, dich an den Menschen vorbei und in die Bahn hinein zu drängeln, wenn diese erst noch aussteigen wollen. Wer aussteigt, hat Vorrang, und man sollte genug Platz vor den Türen lassen, damit diese Menschen sich auch tatsächlich durch die Menge und aus dem Weg schlängeln können. Nachdem alle draußen sind, darf man nacheinander einsteigen und sollte dann auch weiter in den Wagen vordringen, um Platz für die Leute hinter sich zu machen. Und wenn du wieder aussteigst, dann bleib nicht mitten auf dem Bahnsteig stehen, sondern geht aus dem Weg. Stau im U-Bahnhof kann niemand leiden, und aufs Handy schauen oder im Rucksack kramen kannst du auch noch, wenn du wieder oben auf der Straße angekommen bist.

5. RÄUME DEINEN SITZPLATZ FÜR ÄLTERE MENSCHEN ODER SCHWANGERE

Sitzplätze in der U-Bahn sind in etwa so wertvoll wie Goldstaub. Wenn du das Glück hast, einen zu finden, dann genießt das Privileg! Allerdings gebietet es der Anstand, seinen Sitzplatz zu räumen – insbesondere, wenn der Platz mit entsprechenden Piktogrammen als vorrangig für ältere Menschen oder schwangere Frauen markiert ist. Transport for London (TfL) hat beispielsweise Plätze mit Baby on Board- Plaketten gekennzeichnet, damit werdende Mütter die für sie reservierten Sitze leichter finden – und um den peinlichen Eiertanz um Bitte, Danke und Entschuldigung gleich im Vorfeld zu vermeiden.

6. HALTE DICH ZURÜCK

In London findet man eine übersprudelnde Mischung unterschiedlicher Kulturen, in der jede/r willkommen ist, aber wenn die Einwohner dieser Stadt sich unter die Erde begeben, dann verwandeln sie sich auf einen Schlag. Der herzliche Umgangston ist wie weggeblasen, denn hier haben alle nur ein Ziel: So rasch und so umstandslos wie möglich von A nach B zu gelangen. Niemand hält sich hier unten auf, um Freunde zu finden oder sich mit den anderen Pendlern auf einen netten Schwatz einzulassen.

7. HALTE DISKRETIONSABSTAND

In der U-Bahn genügend Platz zu haben ist echter Luxus – besonders zu Stoßzeiten – und wenn sich im Waggon alles dicht an dicht drängt, dann muss man sich an einige wenige zentrale Regeln halten. Versuche nicht, die SMS oder sonstige Nachrichten auf den Handy-Displays der Umstehenden zu lesen (es sei denn natürlich, die sind echt interessant), nimm kein streng riechendes oder sonstwie störendes Essen mit in die Bahn (ganz egal, wie lecker dein triefender Burger auch sein mag), und sei nicht der Typ mit der lauten Musik ohne Kopfhörer (auch dann nicht, wenn es sich um einen Riesenhit handelt).

8. WARTE, BIS DIE TÜREN SICH GEÖFFNET HABEN

Wenn die Bahn voll ist, wird man leicht nervös und fragt sich, ob man es denn überhaupt zum Ausstieg schafft, wenn die richtige Haltstelle kommt. Dennoch rate ich davon ab, dir einen Weg zur Tür zu bahnen, während die Bahn noch fährt. Warte stattdessen gelassen, bis die U-Bahn deine Haltestelle erreicht hat. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du nicht der einzige bist, die hier aussteigen will.

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