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13 japanische Wörter ohne deutsche Übersetzung – Teil 1

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Ob du nun den majestätischen Mount Fuji von einem Fenster aus einem Hochgeschwindigkeitszug vorbeiziehen siehst, dein Gewicht in Katsudon isst (ein paniertes Schweineschnitzel mit Eiern auf Reis) oder einigen Cosplayern auf den Straßen des Akihabara-Viertels in Tokio zusiehst: Japan ist atemberaubend, beeindruckend und einzigartig.

Es gibt nichts Vergleichbares und das meine ich auf die positivste Art. Natürlich ist es schwer, die richtigen Worte zu finden, wenn du aus dem Land der aufgehenden Sonne zurückkommst und jedem erzählen möchtest, wie es war. Ich kann es nicht garantieren, aber vielleicht kann dir eins oder sogar alle dieser 13 japanischen Worte ohne deutsche Übersetzung dabei helfen, dein Reiseabenteuer lebendig werden zu lassen.

1. TSUNDOKU

“Ein neues Buch nicht zu lesen, nachdem man es gekauft hat, und es einfach auf den Stapel anderer ungelesener, einsamer Bücher zu legen.”

Ich weiß, alle Bücherratten sind jetzt wahrscheinlich zusammengezuckt, aber wir wissen auch, dass dies passiert: Du bist ganz gespannt auf dein neues, gerade gekauftes Buch, nur um nach Hause zu kommen und 1000 andere Verpflichtungen vorzufinden. Du legst das Buch auf diesen Stapel und traurigerweise kommst du nicht dazu, auch nur eins davon zu lesen … vielleicht viel, viel später mal.

2. OTSUKARESAMA

“Du siehst müde aus.”

Otsukaresama bezeichnet jedoch nicht jedes Müdigkeits-Gefühl. Das ist dieses “Du siehst müde aus”, dass du zu jemandem sagst, wenn du die Person wissen lassen möchtest, dass du erkennst, dass sie hart gearbeitet hat und du dafür dankbar bist. Das ist viel netter als dieses “Du siehst aber müde aus”, das du zu hören bekommst, wenn du zu viel Netflix geschaut hast und/ oder vergessen hast, Make-up aufzulegen.

3. OZAPPA

Ein Persönlichkeitstyp, den man als detail-uninteressiert beschreiben könnte.”

Ozappa klingt ein wenig Griechisch, aber es ist definitiv Japanisch und bezieht sich auf jemanden, der nicht auf Details achtet – egal, ob das ein gutes oder schlechtes Ende nimmt. Ein Beispiel wäre, dass ein Freund Eiscreme zu einer Party mitbringt, aber vergisst, dass es gar keinen Kühlschrank gibt – dann ist dein Freund ozappa. Aber dann stört es deine Gäste auch nicht, Eiscreme-Suppe zu essen, und so sind sie auch ozappa.

4. BIMYOU

Wortwörtlich bedeutet dieses Wort “subtil”, aber bimyou impliziert eigentlich, “dass etwas seltsam ist und man besser ganz darauf verzichten sollte.”

Deinen Double-Cheeseburger in eine Pizza zu packen, um das Werk besser halten zu können, einen zweiten Koffer zu packen, nur um Schuhe für einen Wochenendausflug zu haben, oder sich ein Tattoo am Hals kurz vor einem Bewerbungsgespräch stechen zu lassen. Nur ein paar Beispiele für bimyou.

5. IRUSU

“Die Lichter sind an, aber niemand ist zuhause.”

Das passiert, wenn du behauptest, dass du dein Haus schnell hast verlassen musstest und vergessen hast, das Licht auszuschalten. Zumindest soll die anklopfende Person vor deiner Tür denken, dass dies passiert ist. Oder dass du mit lärmabhaltenden Kopfhörern auf den Ohren eingeschlafen bist. Niemand käme auf den Gedanken, dass du sie nicht sehen und lieber Netflix mehr Zeit und Aufmerksamkeit schenken wolltest.

6. MAJIME

“Eine ernsthafte, zuverlässige Person, die Dinge ohne großes Aufsehen erledigt.”

Stell dir vor, wir wären alle ein wenig majime bei Gruppenprojekten in der Schule. Nicht überraschend, dass dies eine sehr wünschenswerte Eigenschaft in Japans wettbewerbsorientierter Kultur ist und äquivalent dazu, jemanden als respektabel oder lobenswert zu bezeichnen.

7. WASUREMONO

“Vergessene oder verlorene Dinge; ein Ding,, das man im Zug verloren oder zuhause vergessen hat.”

*Erinnert sich daran, ihr iPhone zuhause gelassen zu haben. Peinlich.*

8. NITO-ONNA

“Eine Frau, die sich so sehr ihrer Karriere widmet, dass sie keine Zeit zum Bügeln ihrer Blusen findet und so nur in gestrickten Oberteilen herumläuft.”

Schwer zu sagen, ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung sein soll, aber wir meinen: Stricksachen sind toll und solange du nur deine zerknitterten Blusen im Stich lässt, um in deinem Beruf voranzukommen, ist alles gut. (Außerdem, wer hat schon Zeit zum Bügeln?)

9. SHIBUI

“Etwas altes, das cool ist”

Eigentlich beschreibt shibui einen Geschmack und bedeutet “anregend bitter”, aber das Wort bezieht sich auch auf all die Dinge, die Erwachsene cool finden, und was die Kids nicht so recht verstehen, da sie diese (Teenager) Erinnerungen der älteren Generation nicht haben. Viele Vintage-Sachen fallen einem ein. Und Old School Hip Hop. Oder das komplette Set-Design von Mad Men.

10. KUIDAORE

“Sich selbst bankrott zu essen”

Dieser Ausdruck hat wohl seine Wurzeln in Osaka, wo die Leute gerne viel zu viel für Essen ausgeben. (Die Tatsache, dass die Stadt für ihre Küche berühmt ist, könnte eine Erklärung sein.) Außerdem bezeichnet Kuidaore auch den momentanen Finanzstatus und den Grund dafür in einem Wort.

11. HIKIKOMORI

“Wenn eine jüngere Person besessen von Fernsehen, Videospielen und dem Internet ist und sich der Gesellschaft entzieht.”

Was für ein besorgniserregender Gedanke: Du hast einer jüngeren Person gesagt, sie soll rausgehen, da das Wetter toll ist, und sie fragt dich stattdessen nach dem Link.

12. AGE-OTORI

“Nach einem Haarschnitt schlimm auszusehen”

Jeder kennt wahrscheinlich das schlechte Gefühl, wenn man einen schrecklichen Haarschnitt verpasst bekommen hat. Das passiert häufig ums neue Jahr herum, wenn du dich entscheidest: Neues Jahr, neues Ich. Du strebst nach etwas drastischem und danach ist es zu spät und du merkst, dass du einen schlimmen, schlimmen Fehler gemacht hast. #badhairday

13. YOISHO

“Ein Wort ohne Bedeutung, wenn du dich nach einem harten Arbeitstag auf einen Stuhl fallen lässt.”

Siehst du, was ich meine, wenn es darum geht, dass harte Arbeit entscheidend im wettbewerbsorientierten Japan ist? Wenn du nicht in Japan bist, ist das Äquivalent zu yoisho ächzen, stöhnen oder lautes Ausatmen.

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