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Food Facts: Eine kulinarische Weltreise

Food Facts: Eine kulinarische Weltreise

Von Großmüttern, welche in den Küchen Italiens das Sagen haben, bis zu Vietnams verrückt-coolen Mix kulinarischer Einflüsse: Die wunderbare Welt des Essens ist genauso vielfältig wie die Leute, die es zubereiten. Begleite mich auf eine kurze kulinarische Weltreise – du wirst mehr wissen und hungriger sein als jemals zuvor, wenn du das Ende dieses Beitrags erreicht hast. (wer möchte danach eine Pizza?)

ITALIEN – WO DIE GROßMÜTTER DAS SAGEN HABEN

Die Debatte darüber, was als Italiens Nationalgericht angesehen werden kann, könnte ewig weitergehen und hängt davon ab, wen man denn fragt. Ein Mailänder würde wahrscheinlich darauf bestehen, dass das leckerste Essen in Italien Cotoletta oder Risotto alla Milanese ist, wohingegen ein Neapolitaner zweifelsfrei behaupten würde, dass alle Pizzen, welche nicht in Neapel gemacht werden, einfach keine echten Pizzen sind.

Allerdings ist eines jedoch sicher, egal, ob es sich um Pizza, Pasta oder Risotto handelt, das beste italienische Essen wird von den Nonnas, den italienischen Großmüttern, gekocht. Sie bewahren die authentischen italienischen Rezepte, indem sie diese für die Familie kochen und andere darin unterrichten sowie von den Mahlzeiten aus ihrer Vergangenheit erzählen.

SCHWEDEN- WO SICH ALLES UM ‘FIKA’ DREHT (NICHT UM FLEISCHBÄLLCHEN)

Du denkst vielleicht, dass die schwedischen Fleischbällchen das erwähnenswerteste Essen ist, dass aus diesem nordischen Wunderland kommt (danke IKEA!). Aber um ehrlich zu sein, gibt es etwas viel Wichtigeres für den durchschnittlichen Schweden und in dessen Alltag: Fika.

Fika ist das schwedische Wort für eine Kaffeepause (und wird normalerweise als Verb gebraucht). Aber es geht um so viel mehr, als einfach nur irgendwelchen Kaffee runterzustürzen. Es ist eher eine Tradition, bei der man soziale Kontakte pflegt und wertvolle Zeit mit Freunden, Familie und Kollegen verbringt. Die Bedeutung des Wortes Fika ist so wichtig, dass die Schweden es für Ausländer lieber nicht übersetzen wollen. Aber sie werden sich daran machen, dich mit der Bedeutung bekannt zu machen, sobald du schwedischen Boden betrittst.

DIE USA – WO DU GROß HERAUSKOMMST ODER WIEDER NACH HAUSE GEHST

Wenn es um die USA geht, dreht sich alles um Genuss. Die Portionsgrößen sind riesig und für manche Leute gilt: so größer, desto besser. Einige Restaurants sind noch einen Schritt weiter gegangen und veranstalten verrückte Esswettbewerbe. Wie wäre es zum Beispiel mit einem 105 Pfund (beinahe 50 kg) schweren Hamburger, der in weniger als 60 Minuten verdrückt werden muss? Dieser Herausforderung kannst du dich im Station Diner in New Jersey stellen und obwohl du neun Freunde mitbringen kannst, sind es doch immer noch 5 Kilo Essen für jeden von euch! Ein Geldgewinn von 5.000 Dollar wird allen erfolgreichen Teams ausgezahlt, aber man fragt sich doch, ob es das alles wirklich wert ist?

GROßBRITANNIEN – WO DIE LEUTE VERRÜCKT NACH CURRY SIND

Weißt du, wer indisches Essen mehr liebt, als die Inder selbst? Die Briten! Indische Gerichte führen seit Jahrzehnten die Listen mit den beliebtesten Speisen in Großbritannien an und es gibt angeblich mehr als 15.000 indische Restaurants im Land. London alleine soll wohl mehr indische Restaurants besitzen als Mumbai oder Delhi und viele der beliebtesten Gerichte, inklusive dem allgegenwärtigen Tikka Masala, sind eigentlich spezielle Erfindungen, um den westlichen Gaumen zufriedenzustellen.

Für Inder ist das Konzept Curry eigentlich mehr als komplex, und bezeichnet normalerweise jede Art von soßehaltigem, würzigem Eintopf (oft angereichert mit verschiedenen Gewürzen, darunter Kurkuma, Kreuzkümmel und Chilipulver), als nur ein einziges Gewürz. Schlussendlich ist es wahrscheinlich nur fair zu behaupten, dass die Vorstellung, wie ein echtes Curry zu sein hat, genauso verschieden ist, wie es Leute in Indien gibt. (wohlgemerkt mehr als eine Milliarde!)

NEUSEELAND – WO DIE KIWI MEHR IST ALS NUR EINE FRUCHT

Wenn du nach Neuseeland kommst und nach einer Kiwi fragst, könnte plötzlich die gesamte Bevölkerung vor deiner Tür stehen. Warum? Da Kiwi, zuzüglich zur Frucht, eigentlich ein allgemein verwendeter und sehr beliebter Spitzname für die Einwohner Neuseelands ist. Ein Kiwi genannt zu werden, ist nicht beleidigend, sondern eine niedliche Koseform.

Obwohl das Wort Kiwi in diesem speziellen Fall von dem Vogel desselben Namens stammt, spielt die Kiwi Frucht ebenfalls eine wichtige Rolle in Neuseeland und ist eine der Hauptexporte des Landes. Die Kiwi Früchte, die nicht exportiert werden, werden möglicherweise aufgeschnitten und auf einen Pavlova gelegt, das Nationaldessert des Landes, welches aus Schaumgebäck, Sahne und frischen Früchten besteht.

JAPAN – WO ES REGELN ZUM VERZEHR VON SUSHI GIBT

Du magst vielleicht denken, dass der schwierigste Teil des Sushi-Essens darin besteht, die Sushi-Rollen mit  Essstäbchen zu fassen zu kriegen (graziös und ohne sich zum Narren zu machen). Aber tatsächlich gibt es noch viel mehr Regeln, die du beim Verzehr von Sushi beachten solltest, wenn du dir das nächste Mal ein Stück Sashimi auf der Zunge zergehen lässt.

Zum Beispiel: Zerbeiß das Sushi nie in zwei Teile und leg eins davon zurück auf den Teller. Sushi muss in ganzen Stücken gegessen werden, eins nach dem anderen. Pass auch auf, dass kein Wasabi in deiner Sojasoße landet (oder beides sogar miteinander zu vermischen, so wie es manche Leute machen). Wasabi soll eigentlich direkt auf das Sushi gestrichen werden und in feineren Restaurants wird das für dich schon vom Koch erledigt. Lege auch nie ein Stück eingelegten Ingwer auf das Sushi, bevor du es isst. Der Ingwer soll zwischen den einzelnen Sushi-Häppchen gegessen werden, um damit deinen Gaumen zu säubern.

SPANIEN – WO TAPAS-LEGENDEN WEITERLEBEN

Falls du je von Spanien gehört hast, hast du wahrscheinlich auch von Tapas gehört. Tapas sind kleine Häppchen, welche in fast jeder Bar in Spanien ab dem frühen Nachmittag bis spät in die Nacht serviert werden. Das Wort Tapas leitet sich vom spanischen Verb „tapar“ ab (deutsch: abdecken) und seine Herkunft ist schon uralt, aber auch heftig umstritten.

Eine Legende besagt, dass, wenn man Fliegen und andere Fluginsekten davon abhalten wollte, sich selbst in Weingläsern zu ertränken, die Leute in Andalusien auf die Idee kamen, ihre Gläser mit einer Scheibe Brot abzudecken. Wirte begannen dann, ein Stück salziges Fleisch zum Brot zu reichen, um ihre Kunden durstig zu machen, damit diese mehr Wein bestellten. Eine andere Legende aus Castilla-La Mancha in Spanien besagt, dass ein Tavernen-Besitzer entdeckte, dass das strenge Aroma von gereiftem Käse wirksam den Geschmack von schlechtem Wein übertünchte. Um also damit durchzukommen, mehr als nur miesen Wein zu verkaufen, servierte er zu jedem Glas ein kleines Stück Käse und erfand somit die Tapas!

VIETNAM – WO JEDER SEINE FINGER IM (KULINARISCHEN) KUCHEN DES LANDES HATTE

Wenn man die geographische Lage des Landes betrachtet, ist es nicht verwunderlich, dass Vietnams einzigartige Küche von einer ganzen Reihe an  Ländern beeinflusst wurde. Als die Mongolen in Vietnam im 10. Jahrhundert einfielen, brachten sie auch Rindfleisch mit, während die Chinesen zur kulinarischen Vielfalt Vietnams beitrugen, indem sie Kochtechniken wie „unter Rühren anbraten“ oder die Kunst mit Stäbchen zu essen lehrten.

Weniger bekannt jedoch ist die Tatsache, dass Baguettes und Eiscreme ebenfalls essentiell für die vietnamesische Küche sind. Als die Franzosen Vietnam kolonisierten, machten sie das Land auch mit Baguette, Pâté und Vanillesauce bekannt. Und während des Vietnamkrieges vermissten die Amerikaner ihre Eiscreme so sehr, dass sie gleich mehrere Eiscremefabriken auf vietnamesischen Boden errichteten, um nicht mehr darauf verzichten zu müssen.

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