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Nach dem Abi ins Ausland: Isabels fünf Monate in Málaga

Ich habe 2024 mein Abitur gemacht und wusste nicht genau, was ich machen möchte danach. Eins wusste ich jedoch, ich möchte nicht gleich mit einem Studium anfangen. Also hat sich mir die Frage gestellt, was machst du jetzt? Im Internet bin ich auf EF gestoßen und so hat sich Stück für Stück mein Wunsch entwickelt, für eine Weile ins Ausland zu gehen.
Nach dem Abi ins Ausland: Isabels fünf Monate in Málaga

Nachdem feststand, dass ich eine Sprachreise machen möchte, bin ich für ein Beratungsgespräch zum nahegelegenen EF Büro gefahren und bekam dort eine tolle Beratung. Ich hatte sofort ein gutes Gefühl bei dem Unternehmen EF und somit ist die Entscheidung gefallen, ich werde für 5 Monate mit EF nach Málaga nach Spanien fliegen.

Die Vorbereitung auf meine große Reise

Die Vorbereitung lief eigentlich ziemlich problemlos. Bei Fragen konnte ich mich jederzeit an die Mitarbeiter von EF wenden. Zudem gab es noch eine Infoveranstaltung, bei der nochmal die letzten Fragen geklärt wurden und einem auch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben wurden.  

Als es dann ans Kofferpacken ging, habe ich mir eine Packliste erstellt und nach und nach alle Klamotten und sonstigen Dinge, die ich gebraucht habe, an einem Ort zuhause gesammelt, damit ich einen Überblick hatte, was ich schon alles hab, was noch fehlt und was noch gekauft werden muss, bevor ich alles in meine Koffer gepackt habe. 

Abreise und Ankunft

Mit Málaga selbst habe ich mich eigentlich kaum beschäftigt, ich wusste, dass viele, die dort waren, die Stadt als sehr schön bezeichnet haben, hab mir ein paar Bilder angeschaut und das wars. Von meiner Familie habe ich einen Reiseführer von Málaga zum Geburtstag bekommen, jedoch habe ich auch diesen nicht wirklich sorgfältig durchgelesen.  

Auch mit der Sprache habe ich mich kaum beschäftigt. Ich hatte 3 Jahre Spanisch in der Schule, somit konnte ich also ein paar Dinge auf Spanisch, jedoch nicht mehr viel. Ich habe gelegentlich, wenn mir langweilig war, ein paar Lektionen auf Duolingo gelernt. Jedoch hat mir persönlich das nicht so viel gebracht. 

Als dann die Abreise kurz bevorstand, habe ich angefangen zu zweifeln. Ich habe mich gefragt, ob es die richtige Entscheidung war, so lange von zuhause wegzugehen. In ein Land, in dem ich die Sprache kaum verstehe, niemanden kenne und in dem alles fremd ist. Gleichzeitig habe ich aber auch die Vorfreude verspürt auf das anstehende Abenteuer. Der Abschied von meiner Familie und meinen Freunden ist mir sehr schwergefallen, jedoch hat sich der Abschiedsschmerz gelindert, als ich am Flughafengate saß und auf meinen Flug gewartet habe. 

Am Flughafen in Málaga angekommen, hat schon ein Team von EF gewartet und ich wurde zusammen mit ein paar anderen Leuten zu meiner Unterkunft gebracht. Ich war in der Unterkunft direkt auf dem Campus der Schule, jedoch gibt es auch noch zwei Residenzen (eine direkt bei der Schule und eine im Stadtzentrum) und natürlich die Möglichkeit, bei einer Gastfamilie zu wohnen, was tatsächlich auch sehr viele gemacht haben. Direkt auf dem Campus zu wohnen, hatte natürlich einige Vorteile, der Weg zum Unterricht war nicht weit, es gab jeden Tag eine reichliche Auswahl an Frühstück und es waren nur zwei Minuten zu Fuß an den Strand. 

Die ersten Tage in meinem neuen Zuhause

Bei meiner Ankunft auf dem Campus wurde ich sehr herzlich empfangen und habe auch direkt meine erste Mitbewohnerin kennengelernt. Wir haben eine Führung über den Campus bekommen und sind danach direkt an den Strand gegangen. Am Abend wurde für alle, die auf dem Campus gewohnt haben, Pizza bestellt und wir haben alle gemeinsam im Schulgarten zu Abend gegessen. Dadurch konnte man schon erste Kontakte knüpfen. Es war auch kein Problem, dass ich nicht so gut Spanisch konnte, da es den meisten so ging und deshalb am Anfang auch viel auf Englisch geredet wurde. 

Insgesamt wurde uns allen die Eingewöhnung leicht gestaltet, ich hatte jedoch trotzdem zwischendurch Heimweh und wollte am liebsten wieder nach Hause. Nach den ersten paar Tagen ist das aber immer weniger geworden und nach ca. 2 Wochen habe ich mich auch vollständig eingewöhnt. 

Zwischen Schule, Freunde und Freizeit

Am ersten Schultag haben wir erst eine Führung durch die Innenstadt gemacht und mussten dann einen Sprachtest absolvieren, damit wir auch in die richtigen Kurse eingeteilt werden. Der Sprachtest bestand aus einem Fragebogen und einem Kennenlernspiel in kleineren Gruppen, wodurch man direkt mehrere Leute kennengelernt hat. Am Abend fand dann noch in einer Bar in der Innenstadt eine Kennenlernveranstaltung mit Spielen statt. 

Am ersten Tag bei der Stadtführung habe ich direkt zwei Mädchen aus Deutschland kennengelernt, mit denen ich dann letztendlich auch meine gesamte Zeit in Málaga verbracht habe und bis heute noch Kontakt habe. Genauso wie mit meiner späteren Zimmermitbewohnerin. Ich habe jedoch auch Freunde aus anderen Ländern gefunden, wie zum Beispiel Ungarn oder Schweden. Allgemein kann man sagen, dass sich eigentlich so gut wie jeder mit jedem verstanden hat und alles sehr harmonisch war.  

Meine Sprachkenntnisse haben sich sehr verbessert (von A1 zu B1.1), was neben dem Unterricht auch an den ganzen Aktivitäten lag, die EF angeboten hat. So haben wir zum Beispiel bei Tagesausflügen oft kleine Stadtführungen bekommen, wie zum Beispiel in Marbella, Granada oder Sevilla. Ein Highlight für mich persönlich war der Trip nach Madrid mit EF. Es gab aber auch viele Aktivitäten unter der Woche wie Beachvolleyball spielen, wandern, Taschen oder Kerzen bemalen, Cookies backen oder selbstgemachte Gnocchis machen.

Man kann jedoch auch in kleineren Gruppen oder alleine viele Dinge in Málaga unternehmen wie SUP fahren, ein Picknick am Strand machen oder shoppen in der Stadt, in Museen gehen und vieles mehr. Durch den guten öffentlichen Nahverkehr kann man auch Ausflüge unternehmen wie zum Beispiel zum „Castillo de Colomares“ oder nach Fuengirola. 

Persönliche Empfehlungen in Málaga

Ich würde jedem empfehlen, mindestens einmal zum Castillo Gibralfaro zu gehen, da man von dort einen wunderschönen Blick auf die Stadt hat. Außerdem ist jedem, der sich für Kunst interessiert zu empfehlen, in mindestens eins der vielen Kunstmuseen zu gehen, die in Málaga sind. Für mich war das Carmen Thyssen Museum das Schönste. Des weiteren lohnt es sich immer einfach ein bisschen durch die Stadt zu schlendern, einen Strandspaziergang zu machen oder am Hafen zu flanieren. Wer gerne wandert, sollte auf jeden Fall auf den Monte San Anton gehen, um die atemberaubende Landschaft und Aussicht zu genießen. Auch Ausflüge in umliegende Städte sind immer lohnenswert, aber auch Ausflüge in die Natur, wie zum Beispiel zum Naturschutzgebiet El Torcal oder zum Caminito del Rey.

Auch kulinarisch gibt es in Málaga viel zu entdecken und es ist für jeden etwas dabei. Von Tapas über Paella, Tacos, Sushi oder auch Pizza und Pasta gibt es so gut wie alles. Man sollte auf jeden Fall nicht die Gelegenheit verpassen, mindestens einmal typisch Spanisch essen zu gehen, also zum Beispiel Tapas (z.B. beim Casa Lola) oder Paella. Außerdem darf ein Besuch in der besten Pizzeria „Terra Mia“ nicht fehlen. Als kleiner Snack am Mittag eignen sich auch sehr gut Empanadas, die es oft in der Stadt zu kaufen gibt. 

Wer gerne feiern geht oder einfach gerne abends in eine Bar geht, um den Abend ausklingen zu lassen, ist in Málaga genau richtig. Es gibt einige Clubs und viele Bars. Wer über 18 ist, sollte auf jeden Fall mal eine der Rooftopbars in Málaga ausprobieren, von denen man eine tolle Sicht auf die Stadt hat. 

Fazit

Abschließend kann ich sagen, dass ich jedem, der die Möglichkeit hat, empfehlen kann, eine Sprachreise zu machen, da es die beste Zeit in meinem Leben war. Der Abschied ist mir sehr schwergefallen, weil Málaga für mich zu einem zweiten zuhause geworden ist. Neben der sprachlichen Weiterentwicklung wächst man auch als Person sehr. Man lernt eigenständig zu sein, Verantwortungsbewusst und auch das Selbstbewusstsein wird gestärkt. Ich werde die Zeit und die Menschen, die ich dort kennengelernt habe, niemals vergessen.

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