GO Blog | EF Blog Deutschland
Inspiration und spannende Tipps rund um Reisen, Sprachen und Bildung von EF
MenuGratis Katalog bestellen

Jakobs Japan-Abenteuer: Mit 16 für sechs Monate in Tokio

Hey, ich bin Jakob, 16 Jahre alt und verbringe von September 2026 bis Februar 2027 sechs Monate mit EF in Tokio. Für mich war schon länger klar, dass ich irgendwann einmal für längere Zeit ins Ausland möchte. Ich wollte nicht einfach nur Urlaub machen, sondern wirklich in einem anderen Land leben und den Alltag dort kennenlernen. Japan hat mich dabei besonders interessiert, weil die Kultur komplett anders ist als bei uns in Deutschland und Tokio einfach eine riesige und spannende Stadt ist.
Jakobs Japan-Abenteuer: Mit 16 für sechs Monate in Tokio

Warum habe ich mich für eine Sprachreise entschieden? 

Ich wollte vor allem selbstständiger werden und meine Sprachkenntnisse verbessern. Außerdem wollte ich einmal aus meiner normalen Umgebung rauskommen und etwas erleben, an das ich mich auch später noch erinnern kann. Sechs Monate sind natürlich eine lange Zeit, aber genau das fand ich interessant. Man ist nicht nur ein paar Wochen Tourist, sondern bekommt wirklich mit, wie das Leben vor Ort ist. Auf EF bin ich durch Empfehlungen und meine eigene Recherche aufmerksam geworden. Ich fand das Konzept gut, weil man nicht komplett auf sich alleine gestellt ist und gleichzeitig viele andere Jugendliche kennenlernt, die genau dasselbe machen. 

Die Vorbereitung 

Vor der Reise habe ich natürlich erst einmal eine ziemlich lange Packliste gemacht. Bei sechs Monaten überlegt man schon zweimal, was man wirklich braucht. Ich habe außerdem angefangen, ein paar japanische Wörter und Sätze zu lernen. Mein Japanisch war vorher noch nicht besonders gut, deshalb wollte ich zumindest ein paar einfache Sachen können. Natürlich habe ich auch viel über Tokio im Internet angeschaut. Orte wie Shibuya, Shinjuku, Asakusa und den Tokyo Skytree standen ziemlich schnell auf meiner Liste. Trotzdem wollte ich vor Ort nicht alles komplett durchplanen. Kurz vor der Abreise war ich ziemlich aufgeregt. Ich hatte schon Vorfreude, aber natürlich auch ein paar Gedanken wie: „Was, wenn ich keine Freunde finde?“ oder „Was, wenn ich mit allem am Anfang nicht klarkomme?“ Vor allem sechs Monate so weit weg von zu Hause sind schon etwas anderes. Letztendlich war die Vorfreude aber größer als die Nervosität. 

Die ersten Tage in Tokio 

Die ersten Tage waren schon ziemlich überwältigend. Tokio ist einfach riesig und überall sind Menschen. Besonders die Bahnhöfe waren am Anfang eine kleine Herausforderung. Ich musste erst einmal verstehen, welche Linie ich nehmen muss und wo ich überhaupt hin muss. Mittlerweile klappt das aber viel besser. Auch der erste Schultag war spannend. Man kommt an und kennt eigentlich niemanden. Gleichzeitig geht es den meisten anderen genauso, weshalb man relativ schnell miteinander ins Gespräch kommt. Was mich besonders überrascht hat, war, wie unterschiedlich Tokio je nach Stadtteil sein kann. Auf der einen Seite gibt es riesige Gebäude, Leuchtreklamen und unglaublich viele Menschen. Ein paar Straßen weiter kann es plötzlich viel ruhiger sein und man findet kleine Geschäfte oder Tempel. 

Neue Freunde 

Ich habe relativ schnell neue Leute kennengelernt. Das Coole ist, dass die Schüler aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen. Ich habe Freunde aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien kennengelernt. Dadurch spricht man meistens automatisch Englisch miteinander und lernt nebenbei auch noch einiges über andere Länder. Am Anfang ist es natürlich etwas komisch, einfach fremde Leute anzusprechen. Aber eigentlich sitzen alle im selben Boot. Mittlerweile unternehmen wir auch außerhalb der Schule Sachen zusammen und erkunden Tokio. 

Meine Sprachkenntnisse 

Ich merke jetzt schon, dass sich meine Sprachkenntnisse verbessert haben. Am Anfang musste ich bei manchen Gesprächen noch ziemlich überlegen, was ich sagen möchte. Mittlerweile fällt mir vieles leichter und ich bin auch viel entspannter, wenn ich mit anderen auf Englisch rede. Ich glaube, dass vor allem der Alltag dabei hilft. In der Schule lernt man die Sprache, aber wenn man danach mit Freunden unterwegs ist, bestellt, einkauft oder sich einfach unterhält, benutzt man sie die ganze Zeit. 

Meine Freizeit in Tokio 

In meiner Freizeit gibt es hier eigentlich viel zu viel zu machen. Ich war schon in Shibuya, Shinjuku und Asakusa und habe verschiedene Tempel und andere Sehenswürdigkeiten besucht. Besonders cool finde ich es, einfach mit Freunden durch die Stadt zu laufen, ohne vorher genau zu wissen, wo man am Ende landet. Mein bisheriges Highlight war ein Abend mit Freunden in Shibuya. Gerade wenn es dunkel wird, ist die ganze Gegend mit den ganzen Lichtern und Werbungen noch einmal etwas ganz anderes. Mein Tipp ist deshalb auch, nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Man sollte auch einfach mal in kleinere Straßen gehen und sich ein bisschen treiben lassen. Dort findet man oft richtig coole kleine Restaurants oder Cafés. 

Meine Gastfamilie 

Ich wohne während meines Aufenthalts bei einer Gastfamilie. Das finde ich eigentlich ziemlich cool, weil ich dadurch den japanischen Alltag viel besser mitbekomme. Man lernt nicht nur Tokio als Tourist kennen, sondern sieht auch, wie das Leben für die Menschen dort aussieht. Natürlich ist es am Anfang ungewohnt, bei einer fremden Familie einzuziehen. Nach einer gewissen Zeit gewöhnt man sich aber daran. Besonders die gemeinsamen Mahlzeiten finde ich schön, weil man dabei viel über Japan und die Familie erfahren kann. Zur Schule fahre ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Am Anfang war das Bahnfahren etwas verwirrend, inzwischen finde ich mich aber deutlich besser zurecht. 

Meine Tipps für Tokio 

1. Keine Angst haben, andere Leute anzusprechen. 
Gerade am Anfang geht es eigentlich allen gleich und man findet schnell Anschluss. 
 
2. Das Bahnfahren nicht unterschätzen. 
Am Anfang kann das System ziemlich kompliziert wirken. Nach ein paar Tagen wird es aber viel einfacher. 
 
3. Nicht nur die bekannten Orte besuchen. 
Tokio hat auch abseits von Shibuya und Shinjuku unglaublich viel zu bieten. 
 
4. So viel wie möglich Englisch sprechen. 
Auch wenn man Fehler macht, sollte man einfach reden. Genau dadurch wird man sicherer. 
 
5. Nicht alles planen. 
Einige meiner besten Erlebnisse sind spontan entstanden, weil wir einfach mit Freunden losgezogen sind. 

Was ich von der Reise mitnehmen werde:

Meine Reise ist noch nicht vorbei, aber ich merke jetzt schon, dass ich selbstständiger geworden bin. Man muss viele Dinge alleine regeln und lernt automatisch, auf neue Menschen zuzugehen. Ich glaube, was mir am Ende am meisten fehlen wird, sind die Leute, die ich hier kennengelernt habe. Gleichzeitig nehme ich viele neue Erfahrungen, Erinnerungen und hoffentlich auch Freundschaften mit nach Hause. Wenn ich meine Sprachreise bisher in einem Satz beschreiben müsste, wäre es: 
„Ich hätte nicht gedacht, dass sechs Monate so weit weg von zu Hause gleichzeitig so aufregend und so schnell vorbeigehen können.“ 

Erfahre das Neuste über Reisen, Sprachen und Kultur im GO NewsletterAnmelden