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7 englische Redewendungen, die selbst ein Muttersprachler falsch versteht

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Von “doggy-dog world” bis hin zu “nipping problems in the butt” – das sind die Redewendungen, die du wahrscheinlich durcheinander bringst.

Wenn man eine andere Sprache lernt, sind die Redewendungen am schwierigsten zu verstehen. Sie lassen Sprachenlerner oft ratlos zurück, denn sie beziehen sich auf Dinge, die nichts mit dem Gespräch zu tun haben, das gerade stattfindet. Hier ein Beispiel: “Under the weather.” Es bedeutet, dass man sich krank fühlt, aber was hat das Wetter damit zu tun?

Es mag den Anschein haben, dass Muttersprachler diese Ausdrücke auswendig kennen – aber tun sie das auch wirklich? Zumindest im Englischen irren sich selbst Sprach-Experten von Zeit zu Zeit. Im Folgenden findest du eine Übersicht über sieben der am häufigsten begangenen Fehler.

1. “It’s a dog-eat-dog world” vs. “It’s a doggy-dog world”

Dieser Ausdruck bedeutet, dass Menschen von Natur aus egoistisch sind und andere ausnutzen, um im Leben weiterzukommen. Wenn man ihn laut ausspricht, klingt “dog-eat-dog” jedoch fast genauso wie “doggy dog”. Lies weiter, und du wirst sehen, dass die meisten dieser Fehler auf Homophone zurückzuführen sind – Wörter, die gleich klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Dennoch würde ich behaupten, dass dieser Fehler gar nicht so schlimm ist. Wenn ich die Wahl zwischen einer egozentrischen Ellenbogengesellschaft und einer liebenswerten Welt voller Hunde hätte, wüsste ich, welche ich wählen würde.

2. “Whet your appetite” und “Wet your appetite”

“Whet” bedeutet “anregen”. Demnach bedeutet dieser Satz, die Lust auf etwas zu steigern. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Essen handeln. Es könnte auch ein Foto des Eiffelturms sein, das “Appetit” oder Lust auf einen Paris-Urlaub macht. Der Grund für diesen Irrtum: “Whet” ist ein altes englisches Wort, das nur selten außerhalb dieser Redewendung verwendet wird, während “wet” im Zusammenhang mit Appetit das Bild eines wässrigen Mundes hervorruft, was ja auch irgendwie Sinn macht. Nom nom!

3. “Sneak peek” oder “Sneak peak”

Diese Redewendung bezieht sich auf eine Vorschau oder einen Blick hinter die Kulissen. Vielleicht geht es darum, einen noch nicht veröffentlichten Filmtrailer zu sehen. Vielleicht handelt es sich um eine Sondervorstellung einer lang erwarteten Designer-Handtasche. In jedem Fall geht es um einen winzigen Einblick (“peek”) und nicht um einen ganzen Berggipfel (“peak”). Der Fehler hier ist rein schriftlicher Natur. Frag mich warum, aber anscheinend es ist einfach zu verlockend “peak” wie “sneak” zu schreiben. Teste dich selbst mit “cheat sheet”. Na, so einfach oder?

4. “I couldn’t care less” vs. “I could care less”

Stell dir vor, dein Ex ist gerade mit jemand anderem zusammen. Du willst zeigen, dass dich das nicht stört – es gibt “sich kümmern” und es gibt “sich überhaupt nicht kümmern”, und genau das tust du jetzt. Wenn du sagst: “I couldn’t care less”, bedeutet das, dass es dir komplett egal ist. Wenn du jedoch “I could care less” sagst, bedeutet das, dass du immer noch nicht ganz darüber hinweg bist, obwohl es dich eigentlich nicht mehr kümmern sollte.

5. “Pass muster” und “Pass mustard”

Das ist eine dieser Redewendungen, die verwendet wird, wenn jemand oder etwas nicht einem anerkannten Standard entspricht. Ich sollte dir nicht sagen müssen, dass dein “Ich wünschte, es wäre Freitag”-T-Shirt bei einem Vorstellungsgespräch in einem Unternehmen nicht den Anforderungen entspricht, auch nicht unter einem Blazer. “Muster” bedeutet die Aufstellung von Truppen zur Inspektion. Wenn du also die Musterung bestehen willst, erscheinst du in einer sauberen Uniform und glänzenden Stiefeln. Wenn du deinen Senf dazugeben willst (“pass mustard“), gehst du zu einem Hotdog-Stand.

6. “Nip it in the bud” oder “Nip it in the butt”

Gartenarbeit 1×1: Wenn man nicht will, dass eine Blume blüht, schneidet man die Knospe ab (“nip”). Genauso ist es im Leben: Wenn man sieht, dass sich ein Problem entwickelt, sollte man es lösen, bevor es schlimmer wird. Klingt logisch, oder? Doch irgendwie hat dieser Ausdruck eine verrückte Wendung genommen. Er hat sich von einer Analogie für das Beschneiden von Knospen zu einer Analogie für das Beißen in den Hintern entwickelt – und das alles wieder nur wegen des Homophonproblems. Wie viele Probleme wurden schon mit einem Klaps auf den Hintern gelöst? Ich denke, es könnte eher ein paar Probleme verursacht haben.

7. “You’ve got another think coming” wird missverstanden als “You’ve got another thing coming”

Ja, du hast richtig gelesen. Diese Redewendung ist so weit verbreitet, dass sie fast jeder falsch versteht, vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama bis hin zur Band Judas Priest. Sie machten diese Redewendung sogar zum Titel eines Songs. Die ursprüngliche Redewendung, die auf das 19. Jahrhundert zurückgeht, lautet wie folgt: “If you think that, then you’ve got another think coming”. Es bedeutet, dass du beim ersten Mal falsch gedacht hast, also sei bereit, noch einmal nachzudenken. Im Laufe der Zeit wurde die einleitende Klausel gestrichen und der Rest angepasst, um einschüchternder zu klingen (daher die Verwendung durch Staatsoberhäupter und Heavy-Metal-Bands).

Übrigens sind auch die Redewendungen im Deutschen nicht immer so ganz easy!

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