GO Blog | EF Blog Deutschland
Inspiration und spannende Tipps rund um Reisen, Sprachen und Bildung von EF Education First
Menu

Den Auslandstraum verwirklichen – so klappt’s mit den Finanzen

Den Auslandstraum verwirklichen – so klappt’s mit den Finanzen

Den Traum vom Auslandsaufenthalt in einer High School, an einer Universität oder in einem Internat, den haben viele junge Menschen. Diesen Traum zu realisieren, bedeutet aber auch, dass Kosten für den Aufenthalt fernab von der Heimat anfallen, die es zu finanzieren gilt.

Um in Eigenregie und mit Blick auf die eigenen finanziellen Mittel die Finanzierung zu leisten, kann eine Umschuldung eine Option sein. Darüber hinaus gibt es Fördermaßnahmen, wie beispielsweise BAföG, die den Traum vom Jahr im Ausland realisierbar machen könnten.

[

](https://www.ef.de/blog/wp-content/uploads/sites/4/2020/02/High-School_Finanzen.png)

Um die Hüte zum Abschluss an einen US-amerikanischen High School fliegen lassen zu können, ist einiges an Vorbereitung nötig, denn bevor es in die Staaten gehen kann, muss die Finanzierung geklärt sein.

Der Blick in den Sparstrumpf zeigt Ebbe, zudem müssen Kredite getilgt werden

Ebbe auf dem Sparkonto und monatliche Belastungen in Form von Krediten sind keine Seltenheit in deutschen Haushalten. Diese Ausgangssituation ist allerdings mehr als ungünstig, um dem Nachwuchs eine sprachliche und kulturelle Weiterbildung zu ermöglichen, die im Ausland stattfindet.

Ein K.O.-Kriterium muss dies allerdings dennoch nicht sein, denn es gibt durchaus Optionen, um mit oder vielleicht gerade wegen laufender Kreditverpflichtungen Profit zu schlagen. Das Zauberwort, das helfen könnte, um Geld zu sparen, das in den Aufenthalt investiert werden kann, oder gar eine Kreditfinanzierung ermöglicht, heißt: Umschuldung. Angebote zur Umschuldung gibt es mittlerweile sogar online, beispielsweise bei Bon-Kredit.

Das Prinzip ist dabei denkbar einfach: Bei einem Umschuldungskredit können alle Kreditverpflichtungen in einen Topf geworfen werden (zum Beispiel Alt-Kredite und Kredite zur Finanzierung). Auch kann es Sinn machen, nur einzelne Kredite (Altkredite mit unattraktiven Zinsen) umzuschulden. Finanziell interessant wird ein Umschuldungskredit in den Fällen, in denen der effektive Jahreszins des „neuen“ Kredits unter dem des „alten“ Kredits liegt. Aktuell dürfte dieser Fall vergleichsweise schnell eintreten, denn die Kreditzinsen befinden sich im Sinkflug.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht dies:

  • Wer im vergangenen Jahr einen Kredit mit einem effektiven Jahreszins von 6,81 Prozent abgeschlossen hat, monatlich knapp 400 Euro zurückbezahlt und diese Konditionen für 84 Monate Bestand haben sollen, wird bei einem Darlehensbetrag von 26.000 Euro und nach einem Jahr noch knapp 5.000 Euro an Zinsen zu bezahlen haben und in Summe knapp 28.000 Euro (und damit mehr als die eigentliche Darlehenssumme).

  • Wer diesen Kredit umschuldet, beispielsweise auf einen Kredit mit einem effektiven Jahreszins von 3,99 Prozent und ansonsten gleichbleibenden Vertragsdetails, der könnte sich 2.000 Euro sparen, denn: Dank der neuen Konditionen müssen nur noch knapp 26.000 Euro zurückbezahlt werden, davon knapp 3.000 Euro Zinsen. Ein guter Deal also.

Wem die Darlehenssumme von 26.000 Euro zu hoch erscheint, dem sei gesagt: Je nach Form des Aufenthalts fallen neben den Kosten für den Aufenthalt und die Verpflegung im Ausland auch zusätzliche Gebühren an – beispielsweise für Schule und Studium. Umgerechnet auf nur ein Jahr würde eine Darlehenssumme von 26.000 Euro bedeuten, dass monatlich gut 2.000 Euro zur Verfügung stehen.

Wer mit weniger rechnet, kann die Darlehenssumme auch geringer wählen. Alternativ greift die Grundidee der Umschuldung, bei der beispielsweise ein Alt-Kreditvertrag mit 14.000 Euro umgeschuldet werden könnte und gleichzeitig ein Kredit von 12.000 Euro für den Aufenthalt im Ausland aufgenommen werden könnte.

Zuschüsse sind beispielsweise über das BAföG-Programm möglich

Unterschieden wird grundsätzlich in Inlands- und Auslands-BAföG. Für ein Auslandsstipendium innerhalb der EU gibt es satte Zuschüsse, außerhalb der EU gibt es in den meisten Fällen eine einjährige Unterstützung in Form von Auslands-BAföG. Die Grundvoraussetzung für eine Förderung des Auslandsaufenthaltes stellt die Anerkennung der Ausbildung dar sowie die Zeitspanne, die mindestens 12 Wochen betragen muss. Es gibt diverse Wege, die einen solchen Aufenthalt finanzierbar machen.

[

](https://www.ef.de/blog/wp-content/uploads/sites/4/2020/02/Sport_Stipendium.png)

Sport-Asse könnten sich den Weg ins Ausland über ein Stipendium ermöglichen.

Stipendien sind abhängig davon, welche Tätigkeit im Ausland anstehen soll. Das Auslands-BAföG beispielsweise ist eine Option, einen Schüleraustausch mit 465 Euro zu fördern. Ein Auslandsstudium wird deutlich höher bezuschusst – mit einer Reisekostenpauschale zwischen 500 und 1.000 Euro, Studiengebühren (bis zu 4.600 Euro) und einem Auslands-Zuschlag je nach Zielland.

Mit der staatlichen Förderung wird’s schwierig

Vielleicht fällt der Gedanke auch darauf, sich um eine staatliche Förderung. Beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales heißt es allerdings: „Die Notwendigkeit der beruflichen Weiterbildung kann anerkannt werden, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine konkret drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, oder einen Berufsabschluss zu erreichen. Ziel ist die dauerhafte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt.“

Demnach könnte es schwer werden, eine Sprachreise staatlich refinanzieren zu können – schließlich dient diese Form der internationalen Ausbildung zwar der Weiterbildung, führt aber nicht direkt in eine Anstellung, die ohne den Sprachenerwerb und den Aufenthalt im Ausland nicht möglich gewesen wäre.

Diese Form der Finanzierung fällt also flach. Weitere Möglichkeiten, den Aufenthalt mithilfe einer staatlichen Unterstützung zu finanzieren, sind die Anerkennung als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder als Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Auch der Europäischen Freiwilligendienst (EFD) wäre eine Option, um bezuschusst eine Zeit im Ausland zu verbringen. Darüber hinaus gibt es kirchliche Programme, die dabei helfen können, den Aufenthalt zu ermöglichen. Die meisten dieser Programme sind jedoch an ein ehrenamtliches Engagement geknüpft, die beispielsweise den Besuch der Schule zeitlich unmöglich machen würden.

Abbildung 1: pixabay.com © greymatters (CC0 Public Domain)

Abbildung 2: pixabay.com © KeithJJ (CC0 Public Domain)

Lerne mit EF eine Sprache im AuslandMehr Infos
Erfahre das Neuste über Reisen, Sprachen und Kultur im GO NewsletterAnmelden