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Sprachreise in Miami: Wie mein Selbstvertrauen gewachsen ist

2019 machte ich mein Abitur und sprach danach kaum noch Englisch. Um meine Unsicherheit zu überwinden, reiste ich im November 2025 für drei Wochen mit EF nach Miami Beach. Dort wollte ich Englisch ganz selbstverständlich in meinen Alltag integrieren.
Sprachreise in Miami: Wie mein Selbstvertrauen gewachsen ist

Warum eine Sprachreise?

Ich habe 2019 mein Abitur gemacht und danach lange kaum Englisch gesprochen. Da ich das Zuhause nicht großartig ändern konnte, habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, meine aufgebauten Hemmungen zu überwinden und wieder mehr ins Sprechen zu kommen. Dabei war mir insbesondere wichtig, auch einige Zeit am Stück zu sprechen und nicht nur jeden Tag ein paar Stunden in einem Kurs.

Nach etwas Recherche bin ich auf EF gestoßen und konnte mir eine Sprachreise sehr gut vorstellen. Daraufhin habe ich einen Termin im EF Büro ausgemacht und relativ schnell stand der Plan.

Ich wollte unbedingt an einen Ort, an dem es warm ist und war zudem schon einmal in Miami, was mir bei all der Ungewissheit ein kleines bisschen Sicherheit gab.

Meine erste Reise allein

Für mich war es das erste Mal allein weit weg von zuhause für einen etwas „längeren“ Zeitraum und kurz vor Abreise stieg die Aufregung und die Ängste, keinen Anschluss zu finden oder in den ersten Tagen wieder nach Hause zu wollen, stiegen. Obwohl ich mich natürlich auf die Erfahrung gefreut habe, überwog vor der Reise tatsächlich die Anspannung. Meine Vorbereitung war eher chaotisch und ich war eigentlich nur gestresst, was dieses Gefühl natürlich nicht besser machte

Ankunft und erste Eindrücke

Der Tag der Abreise rückte schnell näher und dann ging es auch schon los: aus Berlin knapp zwei Stunden Flug nach Zürich und von dort aus über zehn Stunden weiter nach Miami.

Als ich in Miami aus dem Flieger stieg, hatte ich ein mulmiges Gefühl und habe mich sehr unsicher gefühlt. Nach ewigem Anstehen bei der Border Control, wo es Gott sei Dank keine Probleme gab (was eine meiner Sorgen war), wurde ich mit einigen anderen mit einem Shuttle zum Campus gebracht. Die Stimmung bei uns allen war generell eher angespannt und wir waren sehr erschöpft.

Auf dem Campus angekommen wurde uns vieles erklärt und anschließend ging es auf die Zimmer. Dort gab es für mich das erste kleine Aufatmen: Alle drei Mädels in meinem Zimmer waren sehr lieb, boten mir direkt Hilfe an und beantworteten alle Fragen, die ich so hatte.

Damit verging der erste Abend, vor dem ich anfänglich am meisten Respekt hatte, doch recht schnell und ich konnte irgendwann fix und fertig ins Bett fallen.

Neue Freunde und unvergessliche Erlebnisse

Die Orientierungsveranstaltung am Tag darauf war für mich der ultimative Eisbrecher: Ich lernte tolle Menschen kennen, mit denen ich letztendlich über die drei Wochen am meisten Zeit verbrachte.

Wir haben uns die typischen Touristen-Spots angeschaut, waren shoppen, bei einem NBA-Spiel, hatten entspannte Pool- und Strandtage, waren in Clubs und auf Partys, verbrachten einen Tag auf den Bahamas (was eines meiner größten Highlights war) und vieles mehr.

Somit waren direkt am ersten „richtigen“ Tag alle Sorgen um fehlenden Anschluss vergessen.

So war der Unterricht in Miami

Bei der Orientierungsveranstaltung gab es zudem ein kurzes Gespräch, bei dem es darum ging, zu überprüfen, ob das Niveau, das beim Einstufungstest geschätzt wurde, auch zutrifft.

Damit entstand die zweite große Sorge: Ich wurde auf das Level C2-3 geschätzt – was ist, wenn ich zu hoch gestuft wurde und in meinem Kurs alle deutlich besser sind, sodass ich total überfordert bin?

Auch diese Sorge erledigte sich einen Tag später; ich hatte einen tollen Lehrer und habe im Unterricht schnell gemerkt, dass ich mich selbst oft unterschätze und mir ruhig mehr zutrauen kann.

Somit ist auch der Unterricht ein Punkt, den ich sehr positiv in Erinnerung behalte, da es definitiv fordernd, aber nie überfordernd war und ich so viel dazugelernt hab.

Mein Abschluss in Miami

Ein paar Tage vor der Abreise gab es den Graduation Test, den man absolvieren musste, um das Zertifikat zu erhalten. Den Test habe ich als ziemlich anspruchsvoll empfunden, dennoch habe ich am vorletzten Tag mein Zertifikat für das Niveau C 2-3 erhalten, das im Rahmen einer sehr liebevoll gestalteten Graduation ausgehändigt wurde.

Internationale Freundschaften

Der Altersdurchschnitt war überraschend jung; in Miami als Party-Hotspot hätte ich mit deutlich mehr Leuten über 21 gerechnet, viele waren eher 19-20 Jahre alt. Gestört hat mich das aber nicht, da es trotzdem viele Leute in meinem Alter gab. Meine engsten Freunde kamen aus den Niederlanden und wir haben auch nach der Reise regelmäßig Kontakt und auch schon die ersten Besuche geplant. Damit bleibt Englisch auch nach der Reise ein fester Bestandteil meines Alltags.

Mein Fazit nach drei Wochen Miami

Insgesamt hat die Reise meine Erwartungen definitiv übertroffen. Ich habe nicht nur neue internationale Freundschaften geschlossen, sondern auch mein Englisch wieder selbstverständlicher werden lassen.

Ich hatte enormen Spaß, habe viel dazugelernt und mein Selbstbewusstsein gestärkt, da ich gemerkt habe, wie wenig ich mir in vielerlei Hinsicht zutraue und dass das in den meisten Fällen unbegründet ist.

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