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So wichtig sind gute Englischkenntnisse wirklich

So wichtig sind gute Englischkenntnisse wirklich

Heutzutage sind gute Englischkenntnisse wichtiger denn je, da sie nicht nur den Weg für eine internationale Karriere ebnen, sondern auch das Ticket für eine globale, verbundene Zukunft sind. Gleichzeitig spielt das Englisch-Niveau sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene eine wichtige Rolle, da es viel über die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftsaussichten eines Landes aussagt.

Eine der wichtigsten Studien, die Aufschluss über das Englisch-Niveau von verschiedenen Ländern gibt, ist der EF English Proficiency Index (EPI). Auch in diesem Jahr vergleicht die EF EPI-Studie 2019 die Englischkenntnisse von weltweit 100 Ländern und Regionen und zeigt wichtige Korrelationen zwischen dem Englisch-Niveau eines Landes im Verhältnis zum wirtschaftlichen Wohlstand, Lebenserwartung und Pro-Kopf-Einkommen.

Rangführer der diesjährigen Studie sind die Niederländer mit 70,27 Punkten, dicht gefolgt von den Schweden (diese belegten letztes Jahr noch die Spitzenposition) und Norwegen.

Deutschland hat im Vergleich zu 2018 in Sachen Englischkenntnisse die Position #10 gehalten und bleibt damit in der Kategorie “Sehr gute Kenntnisse”. Unsere deutschsprachigen Nachbarn in Österreich hingegen überholten uns und sicherten sich Platz 9, während die Schweiz von von Rang 15 auf Rang 19 sinkt und sich damit weiterhin in der Kategorie “Gute Englischkenntnisse” befindet.

Deutlich schlechtere Ergebnisse gibt es hingegen in südlicheren Ländern. So erreichte Spanien beispielsweise nur Rang 35 (zum Vergleich, 2017 schaffte es Spanien auf Position 28) in der EPI Studie. Auch in Italien verschlechterte sich das Sprachniveau im Vergleich zum Vorjahr und erreichte mit mittelmäßigen Englischkenntnissen nur den Platz 36.

Düsseldorfer haben die besten Englischkenntnisse

Auch im deutschen Städteranking zeigen sich klare regionale Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. In diesem Jahr hat es Berlin an die Spitze geschafft, dicht gefolgt von Bayern. Der Spitzenreiter des letzten Jahres, Hamburg, belegt nun Platz 3.

 

Im Städtevergleich schnappte sich Düsseldorf erneut die Spitzenposition. Dicht gefolgt auf den nächsten Plätzen und mit deutlich besseren Englischkenntnissen als im Vorjahr liegen Berlin und München. Das Schlusslicht des letzten Jahres, Frankfurt, hat ein besseres Ergebnis erzielt und es damit ins Mittelfeld geschafft.

Deutsche Männer überholen die deutschen Frauen mit ihren Englischkenntnissen

Im Kampf der Geschlechter gab es in Deutschland zum ersten Mal eine Veränderung. Die Männer steigerten sich in ihren Englischkenntnissen von 61 auf 64 Punkte und überholten damit erstmals die deutschen Frauen, deren Ergebnis sich leicht verschlechtert hat (von 65 auf 63 Punkte).

Im weltweiten Vergleich spiegelt sich dieser Trend ebenfalls. Die Männer verbesserten sich und die Frauen schnitten etwas schlechter ab, sodass beide Geschlechter nun rund 53 Punkte und damit nahezu Gleichstand erreichen.

 

Betrachtet man den Generationsunterschied in Deutschland, können erneut alle Altersgruppen “sehr gute Englischkenntnisse” vorweisen. Dieses Niveau, das im letzen Jahr zum ersten Mal erreicht wurde, konnte somit gehalten werden. Die größte Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Altersgruppe 41+ in Deutschland.

Während im vergangenen Jahr Altersklasse 21-25 Jahre erstmals die Spitzenreiter 18-20 abgelöst hatten, hat sich die jüngere Altersgruppe nun wieder den ersten Platz gesichtert; zwar handelt es sich im Durchschnitt nur um eine geringe Differenz von 0.45 Punkten, aber es ist dennoch eine Änderung. Damit spiegelt Deutschland erneut den globalen Trend wider, wo die jüngere Altersgruppe weiterhin weltweit mit den besten Sprachkenntnissen dominiert.

Besseres Englisch = Höheres Einkommen

Die EPI Studie zeigt auch einen deutlichen und konstanten Zusammenhang zwischen den Englischkenntnissen der Bevölkerung eines Landes und dem jeweiligen Einkommen pro Kopf. So verdienen die Spitzenreiter der Studie im Durchschnitt rund 47,000 US Dollar jährlich, während es Einwohner in Ländern mit sehr geringen Englischkenntnissen gerade mal auf 6,400 US Dollar schaffen.

EPI 2017: Wie schnitt Deutschland ab?

Auch 2017 schnappten sich die Niederlande erneut die Spitzenposition im jährlich EF EPI – auf den Plätzen 2 und 3 folgten jeweils Schweden und Dänemark mit “sehr guten Englischkenntnissen”. Deutschland hingegen schaffte es nur auf Position 9 und in die Kategorie “gute Englischkenntnisse”. Somit erreichten wir wieder denselben Rang wie im Vorjahr, schafften es jedoch noch vor unsere deutschsprachigen Nachbarn Österreich und die Schweiz.

Wie im Vorjahr gab es auch beim Städteranking keine Veränderungen. Hamburg blieb weiterhin der Spitzenreiter in Sachen “sehr gute Englischkenntnisse”, während ausgerechnet die Hauptstadt Berlin das Schlusslicht der Studie bildete und nur “gute Kenntnisse” vorweisen konnte.

Auch im Kampf der Geschlechter gab es keine große Veränderung: Frauen (64 Punkte) wiesen erneut ein deutlich höheres Englischniveau als Männer (60 Punkte) vor – dies gilt sowohl für Deutschland, als auch für die restliche befragten Länder der Studie.

Auch was den Generationsunterschied angeht, waren innerhalb Europas deutliche Unterschiede zu sehen. Im Durchschnitt überzeugten vor allem die 18-20 jährigen mit „guten Englischkenntnissen“, währende Erwachsene über 40 Jahren unter den weltweiten Durchschnittswerten für ihre Altersgruppe lagen und somit nur „mittemäßigen Englischkenntnisse“ vorwiesen.

Der gleiche Trend spiegelte sich auch in Deutschland wieder, wo Einwohner zwischen 18 -25 einen Höchstwert von 71 Punkten (zum Vergleich: 2016 waren es nur 69 Punkte) erreichten, während Erwachsene über 40 Jahre gerade mal 51 Punkte im EPI erreichten.

EPI 2016: Wie schnitt Deutschland ab?

2016 erreichte die Niederlande mit 72,61 Punkten die Spitzenposition in der EPI Studie, dicht gefolgt von Dänemark (71,15) und dem Vorjahressieger Schweden (70,81), der auf den dritten Platz zurückgefallen ist. Deutschland hingegen verbesserte sich um zwei Positionen und schafft es erstmals unter die Top 10.

Zwar lagen die Englischkenntnisse der Deutschen mit Rang 9 immer noch hinter den Nachbarländern Luxemburg (Rang 7) und Österreich (Rang 8), aber eine Verbesserung war dennoch zu sehen.

Wie schon zuvor erreichte Hamburg im deutschen Städte-Ranking die Spitzenposition, dicht gefolgt von Bremen (2), Köln (3) und München (4). Schlusslicht der Studie bildete 2016 Düsseldorf; die Hauptstadt Berlin schaffte es auf den vorletzten Platz. Im regionalen Vergleich enttäuschten 2016 vor allem die Bundesländer Saarland und Sachsen-Anhalt mit mittelmäßigen Englischkenntnissen.

Ebenfalls keine Veränderung im Vergleich zur Studie von 2015 gab es beim Kampf der Geschlechter. In fast allen der befragten Ländern wiesen Frauen auch 2016 ein deutlich höheres Englischniveau vor als Männer. Vor allem in Europa schien dieser Trend deutlich, da die durchschnittliche Punktzahl bei europäischen Männern und Frauen weit über dem weltweiten Durchschnittswert lag.

Auch innerhalb Deutschlands sahen die Ergebnisse nicht anders aus: Frauen erzielten eine durchschnittliche Punktzahl von 63, während Männer lediglich 59 Punkte erreichten. Deutliche Unterschiede in Sachen Englischniveau gibt es auch bzgl. des Alters.

Vor allem die Altersgruppe 18-20 Jahre überzeugte mit fließenden Sprachkenntnissen, während Erwachsene über 40 Jahre unter dem weltweiten Durchschnittswert für ihre Altersgruppe lagen.

Zu guter Letzt gab die EPI Studie von 2016 auch Aufschluss über die Korrelation zwischen den Englischkenntnissen der Bevölkerung eines Landes und dem jeweiligen Einkommen pro Kopf. So verdienten die Spitzenreiter der 2016 Studie im Durchschnitt rund 41,000 US Dollar jährlich, während es Einwohner in Ländern mit niedrigeren Englischkenntnissen gerade mal auf 7,500 US Dollar schaffen.

EPI 2015: Wie schnitt Deutschland ab?

2015 schaffte es Deutschland in der EPI Studie lediglich auf Platz 11, während die nordischen Länder– allen voran Schweden, gefolgt von den Niederlanden und Dänemark – die Spitzenpositionen abgriffen.

Ein ebenfalls interessantes Ergebnis der EPI Studie von 2015 ist auch, dass die meisten europäischen Nachbarländer, wie z. B. Spanien (Rang 23), Italien (Rang 28) und Frankreich (Rang 37), deutlich schlechtere Englischkenntnisse vorweisen als Deutschland. Das Schlusslicht der Studie bilden vor allem arabisch geprägte Länder wie der Irak (Rang 66), Saudi Arabien (Rang 68) und Libyen (Rang 70).

Auch innerhalb Deutschlands waren 2015 klare regionale Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern zu sehen. Die Spitzenposition wird von Hamburg belegt, gefolgt von Bremen (2), Köln (3) und München (4). Wie auch im Vorjahr schneiden die neuen Bundesländer Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wieder am schlechtesten ab. Das Schlusslicht der Studie bildete die deutsche Hauptstadt Berlin.

Nicht viel geändert hat sich hingegen im Geschlechterkampf, denn auch 2015 sprachen Frauen in beinahe allen befragten Ländern besser Englisch als Männer. Deutlich ausgeprägt sind die geschlechterspezifischen Unterschiede in Osteuropa und im Nahen Osten.

In den nordischen Ländern, wie z. B. in Schweden, sind hingegen nur geringe Unterschied zwischen den Geschlechtern bemerkbar. Die EPI-Studie zeigte auch, dass die Englischkenntnisse der Bevölkerung eines Landes einen großen Einfluss auf dessen Pro-Kopf-Einkommen haben.

So zeiget die EPI 2015 Studie, dass Schweden, Niederländer und Dänen im Durchschnitt rund 31,335 US Dollar im Jahr verdienen, während es Einwohner in Ländern wie Spanien, Italien und Japan gerade mal auf 11,302 US Dollar schaffen. Ebenfalls interessant ist die Korrelation zwischen Lebenserwartung und dem Englisch-Niveau eines Landes.

So schaffen es die nordischen Länder im Durchschnitt auf 80 Jahre, während Menschen in Russland und Lateinamerika nur rund 76 Jahre alt werden. Auch der Lebensstandard der Bevölkerung, die Verfügbarkeit des Internets und die Bildungsausgaben spiegeln sich im Englisch-Sprachniveau der einzelnen Länder wieder.

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