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Nonbei Yokocho: Tokios bestgehütetes Geheimnis

Nonbei Yokocho: Tokios bestgehütetes Geheimnis

Eingebettet inmitten der hoher Wolkenkratzer von Shibuya, hellen Neonreklamen und geschäftigen Pendler liegt Nonbei Yokocho. Ich wäre beim ersten Mal glatt daran vorbei gelaufen, wenn meine Freundin, die in Tokio aufgewachsen ist, mir nicht den Weg gezeigt hätte. Nachdem wir in die unscheinbare Straße eingebogen waren wurde mir klar, dass wir keine Abkürzung nahmen, sondern in das Tokio, wie es vor über 50 Jahren einmal war, eingetaucht sind.

Kleine Papierlaternen beleuchteten den Weg vorbei an den Yakitori Geschäften und zahlreichen Bars. Letztendlich landeten wir mit ein paar Flaschen Asahi Bier in der Lieblingsbar meiner Freundin, welche schon so gefüllt war, das wir uns wahrlich reinzwängen mussten. Der Barkeeper sprach weder Deutsch noch Englisch, aber meine Freundin half mir aus und übersetzte alles, was sie für wichtig hielt. So erfuhr ich, dass er einmal eine live Performance von Jimi Hendrix gesehen hatte und es sein großer Traum ist, einmal Schweden zu besuchen.

Als wir endlich auf die Uhr schauten, war aus dem späten Abend längst der frühe Morgen geworden. Wir verabschiedeten uns mit einem “Arigatō“ (Danke) und “Sayonara“ (Aufwiedersehen) beim Barkeeper und machten uns dann auf den Rückweg. Ich erinnerte mich nicht an viel, aber ich weiß noch, wie fasziniert ich von den hellen Lichtern und der Schnelllebigkeit dieser einzigartigen Metropole des 21. Jahrhunderts war.

Nonbei Yokocho in Tokio

Die Straßen Tokios bei Nacht

An meinem letzten Abend in Tokio entschied ich, Nonbei Yokocho nochmals einen Besuch abzustatten. Ich hatte vergessen, beim letzten Mal ein paar Schnappschüsse zu machen und wollte Tokio nicht verlassen, ohne ein paar visuelle Erinnerungen dieses tollen Ortes festzuhalten.

Ich verbrachte einige Zeit damit, die Straßen auf und ab zu laufen – vorbei an ein paar Jugendlichen, Geschäftsleuten und Kellnern, die auf den Straßen eine Zigarettenpause einlegten. Zwar kamen wir alle aus verschiedenen Kulturen und Familienverhältnissen, aber sie nickten dennoch und lächelten, als ich an ihnen vorbei ging. Sie wussten, dass ich das Geheimnis dieser Straße kannte. Sie waren froh, dass ich hier war. Und wir alle hofften, dass ich wieder kommen würde.

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