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Wie man nachhaltiger reist – ein Einsteiger-Guide

Wie

Das Reisen lehrt uns, die Welt und ihre wunderbare Vielfalt zu schätzen, aber es kann auch sehr umweltschädlich sein. Wir alle müssen unsere CO2-Emissionen reduzieren und den Planeten besser schützen, um sicherzustellen, dass wir unserem Zuhause keinen irreparablen Schaden zufügen. Du musst nicht gleich alle internationalen Abenteuer absagen, dennoch bitten wir dich, unsere Top-Tipps für ein nachhaltigeres Reisen auszuprobieren.

1. Wahl des Transportmittels

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Entscheide smart! Natürlich ist das Fliegen schneller, bequemer und manchmal sogar billiger als mit dem Zug zu reisen, aber es produziert auch viel mehr Kohlendioxid sowie giftige Stickoxide als unser guter, alter Freund der Schienenverkehr.

Du kannst heutzutage so ziemlich überall mit dem Zug hinfahren, also tausche wenn möglich den Flug gegen eine gemütliche Bahnreise. In Europa, wo die Eisenbahnnetze bestens ausgebaut und schnell sind, sind Züge eine ausgezeichnete Option mit geringerem CO2-Ausstoß.

Vergleiche am besten deine Reisemöglichkeiten mit dem Emissionsrechner von EcoPassenger. Dort kannst du sehen, wie viel CO2 du durch die Fahrt mit dem Zug im Gegensatz zum Fliegen sparst.

2. Kompensiere deinen Kohlenstoff-Verbrauch

Nicht alle von uns sind in der Lage, in die Fußstapfen der Klimaaktivistin Greta Thunberg zu treten, die sich dafür entschieden hat, über den Atlantik zu segeln, anstatt in die USA zu fliegen: Manchmal ist das Fliegen unsere einzige Option. Hier setzt die CO2-Kompensation an. Es wird dabei berechnet, wie viel Kohlendioxid deine Reise produziert, und du erhältst die Möglichkeit, für die Aufnahme oder Reduzierung des entsprechenden Kohlenstoffs in der Atmosphäre zu bezahlen, um deinen Fußabdruck auszugleichen.

FlyGRN kann dir bei der Berechnung von Emissionen helfen, kohlenstoffärmere Flugrouten finden und deinen CO2-Ausstoß “kompensieren”. Andere Kompensationsprogramme umfassen erneuerbare Energieprojekte, die nach Gold Standard zertifiziert sind, und Wiederaufforstungsprogramme von Mossy Earth, die dir ein Foto der Bäume schicken, die sie im Gegenzug pflanzen.

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine perfekte Möglichkeit gibt, deine genauen Emissionen zu berechnen. Hinzu kommt, dass bei vielen Kompensationsmaßnahmen, insbesondere bei solchen, die Bäume pflanzen, der eigentliche “Ausgleich” des Kohlenstoffs erst bis zu 20 Jahre später erfolgt, sobald die Bäume ausgewachsen sind. Es ist aber dennoch eine gute Sache.

3. Engagiere dich bei den richtigen Communities

Bei der Nachhaltigkeit geht es nicht nur darum, deinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, sondern auch darum, den Gemeinschaften, in denen du dich aufhältst, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Dies ist möglich, indem du zum Beispiel bei Gastfamilien wohnst, wenn du im Ausland bist, oder Souvenirs kaufst, die von lokalen Künstlern hergestellt statt importiert wurden oder indem du auf lokalen Märkten und nicht in internationalen Supermärkten einkaufst. Auf diese Weise bleibt das Geld, das du ausgibst, in der lokalen Gemeinschaft, wodurch die örtliche Wirtschaft angekurbelt wird.

4. Achte auf die Tierwelt

Es ist beunruhigend, aber viele beliebte Wildtierreisen können sehr negative Auswirkungen auf die beteiligten Tiere haben. EF Education First ist zum Beispiel das erste Bildungsreise-Unternehmen, das sich verpflichtet hat, seine Reisen wildtierfreundlich zu gestalten, indem es eine Partnerschaft mit dem Welttierschutzverband eingegangen ist und neue Tierschutzrichtlinien im gesamten Unternehmen umsetzt. Das bedeutet, dass die Reisen keine tierbezogenen Aktivitäten mehr beinhalten, wie z.B. unangemessenes Elefantenreiten oder Schwimmen mit Delfinen, was oft mit einem nicht geahnten Ausmaß an Tierquälerei einhergeht. Stattdessen stehen Bildung und positive Mensch-Tier-Interaktionen sowie ein umweltfreundlicher Wildtiertourismus im Vordergrund.

5. Langsam reisen

Langsames Reisen, die Kunst, ein oder zwei Orte über einen langen Zeitraum zu besuchen, anstatt sich zu beeilen, um viele Orte hintereinander zu entdecken, ist eine hervorragende Möglichkeit, etwas nachhaltiger zu reisen. Wenn du im Schneckentempo reist, wirst du nicht nur weniger Flüge und weniger lange Reisen unternehmen, die Treibhausgase ausstoßen, sondern auch mit den Gemeinden und Städten, die du besuchst, auf einer viel tieferen Ebene interagieren. Dadurch wird es sowohl für den Planeten als auch für dich besser und intensiver. Ein Auslandsstudium ist zum Beispiel eine hervorragende Art, langsam zu reisen.

6. Intelligent essen

Es gibt zwei Regeln für deine Lebensmittelplanung: Kaufe lokale Produkte und saisonale Lebensmittel. Unterstütze die Bauern in der Nähe, indem du ihre Produkte isst, und kaufe alles, was Saison hat: Diese Artikel haben weniger Transportemissionen, da sie nicht aus dem Ausland eingeflogen werden müssen. Der Versuch, kein Fleisch zu essen, kann auch dazu beitragen, deinen persönlichen CO2-Fußabdruck gering zu halten, da die Viehwirtschaft ein großer Produzent von Treibhausgasen ist. Du musst nicht komplett vegan oder vegetarisch leben, aber die Reduzierung des Verbrauchs an tierischen Produkten ist ein einfacher Weg, um einen sehr großen Beitrag zu leisten.

7. Reduziere Kunststoffe

Nur ein paar einfache Änderungen an deiner täglichen Routine können dir dabei helfen, deinen Plastikabfall massiv zu reduzieren. Die einfachste und schnellste Investition ist jene in eine wiederverwendbare Aluminium- oder Glas-Wasserflasche: Für nur ein paar Euro musst du nie wieder eine Einweg-Plastikflasche kaufen. Du kannst zudem deine Kosmetiktasche um ein festes, natürliches Deo (anfangs etwas seltsam, aber wirklich großartig) und Sprays aus recyclebaren Flaschen anstelle von Aerosoldosen erweitern.

8. Was ist in deiner Einkaufstasche?

Wir alle kaufen gerne Outfits, die wir vor der Reise „unbedingt brauchen“, aber kennst du die „Umweltkosten“ deiner Kleidung? Die Fast-Fashion-Industrie ist für eine riesige Menge an Treibhausgasen verantwortlich – einige Quellen sagen bis zu 10% der weltweiten CO2-Emissionen – und verursacht dank der nicht nachhaltigen Textilfärbung und der nicht-biologischen Landwirtschaft für Baumwollpflanzen eine weit verbreitete Verschmutzung der Flüsse.

Aber es gibt einige einfache Möglichkeiten, deine Garderobe ein wenig grüner zu machen. Durchforste die Vintage-Läden und Wohltätigkeits-Stores nach Second-Hand-Artikeln und kaufe neue Kleidung von nachhaltigen Einzelhändlern wie Rapanui, die nur Bio-Baumwolle und abfallarme Farbstoffe verwenden, und Econyl, die ihre Badebekleidung aus recycletem Kunststoff herstellen. Packe auch leicht! Je mehr Gepäck du in einem Flugzeug oder Zug mitbringst, desto mehr Treibstoff muss für die Reise aufgewendet werden.

9. Sei wählerisch, wo du wohnen möchtest

Bei der Planung eines Urlaubs lässt man sich leicht von den Hochglanzfotos der All-Inclusive-Hotels verführen. Aber Orte wie diese haben oft einen enormen Wasserverbrauch dank der unzähligen Waschladungen, die durch Bettzeug und Handtücher anfallen, und einer riesigen Menge Plastikverpackungen aus den Badezimmer-Minifläschchen. Sie befinden sich oft auch in internationalem Eigentum, sodass ein Großteil der Gewinne das Land verlässt, anstatt in die lokale Wirtschaft investiert zu werden.

Recherchiere stattdessen nach kleineren lokalen Pensionen oder Boutique-Hotels. Achte auf Logos der Rainforest Alliance oder des Global Sustainable Tourism Council auf deren Websites: Es ist einfach für ein Hotel zu sagen, dass es nachhaltig ist, aber diese Zertifizierungen von Drittanbietern stellen sicher, dass es sich um ein offiziell ausgezeichnetes nachhaltiges Haus handelt. Die Unterkünfte müssen hierbei sicherstellen, dass sie viele nachhaltige Projekte vorantreiben, von der Minimierung ihrer Entsorgungsmengen und ihrer Einflüsse auf die lokale Umwelt bis hin zur Unterstützung von Initiativen zum Schutz der örtlichen Tierwelt.

Solltest du dich entscheiden, länger an einem Ort zu bleiben – zum Beispiel beim Arbeiten oder während eines Sprachstudiums – ziehe in Betracht, bei einer Gastfamilie oder in einer Wohngemeinschaft zu leben. So stellst du sicher, dass du vorhandene Ressourcen nutzt und somit etwas Gutes für die Umwelt tust.

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